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alientimandClaude Opus 5 b9342d384c upgrade.sh und update.sh genuegen als einzelne Datei
Auf einer 1.2.8 liegt nichts von dieser Fassung -- upgrade.sh verlangte aber
ein install.sh daneben und brach sonst ab. Das war die falsche Voraussetzung
fuer genau den Fall, fuer den das Skript gedacht ist. Beide Skripte holen sich
das Release jetzt selbst:

    curl -fsSLO .../raw/branch/main/deploy/upgrade.sh
    sudo bash upgrade.sh --app tesm

Liegt das Skript in einem entpackten Release, wird dessen install.sh benutzt
statt eines Downloads: wer ein Paket ausgepackt hat, will nicht, dass ungefragt
ein anderes geladen wird. Mit --tag laesst sich eine Version festlegen.

Der Bootstrap steht wortgleich in beiden Dateien -- zwei eigenstaendige
Skripte koennen sich keine Datei teilen, und beide sollen allein genuegen. Ein
Hygienetest vergleicht die Bloecke, ein zweiter prueft, dass upgrade.sh kein
entpacktes Release mehr verlangt, ein dritter fuehrt den Block mit leerem PATH
aus und erwartet, dass er das fehlende Werkzeug benennt.

update.sh ruft install.sh nicht mehr per exec auf: dadurch lief die
Aufraeumfalle nie, und jedes Update liess ein entpacktes Release unter /tmp
liegen.

Ausserdem "opus" aus allen Beispielen genommen. Das war der Name der
Testinstanz neben der Fassung 1.x; seit dem Umbenennen heissen die
Installationen wie ihre Anwendung, und in einer Hilfe, die jemand anders liest,
ist "opus" ein Raetsel. In BETRIEB.md stand dabei zweimal /opt statt /srv.

Geprueft am System, nicht behauptet: die einzelne upgrade.sh hat eine echte
1.2.8 (Kopie des Archivs) **in dasselbe Verzeichnis** auf 2.0.8 gebracht --
Release geladen, 4 Clients, 2 Zugangsdaten und die DHCP-Konfiguration
uebernommen, Dienst laeuft, /login 200. Die Sicherung enthaelt die 1.2.8 samt
sqlite.db und fernet.key (Verzeichnis 0700, Passphrase 0600), und /tmp bleibt
leer. Danach dieselbe Probe mit der einzelnen update.sh.

Version 2.0.9.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-09-03 16:18:54 +02:00

18 KiB

Betrieb

Dieses Dokument richtet sich an die Person, die die Anlage installiert, aktualisiert und im Fehlerfall wieder zum Laufen bringt. Es beschreibt, was auf dem Host tatsächlich passiert -- nicht, wie die Oberfläche bedient wird.


1. Was wo liegt

Zweck Pfad
Anwendung (Code, venv, statische Dateien) /srv/<name>/
Instanzdaten (Datenbank, Schlüssel, Lizenz) /srv/<name>/data/
Protokolle /var/log/<name>/
Umgebungsdatei /etc/tesm/<name>.env
Zertifikate (selbstsigniert) /etc/tesm/certs/<name>/
nginx-Site /etc/nginx/sites-available/<name>
systemd-Unit /etc/systemd/system/<name>.service
Privilegierter Helfer /usr/local/lib/tesm/tesm-helper
Verwaltungswerkzeug /usr/local/bin/<name>-admin

<name> ist tesm bzw. tesm-license -- oder, bei einer zusätzlichen Instanz, tesm-<instanz>. Dieser Name (der SITE_KEY) benennt alles, was ausserhalb von /srv/<name> liegt. Deshalb können zwei Installationen derselben Anwendung nebeneinander laufen, ohne sich gegenseitig die nginx-Site, die netplan-Datei oder das Sitzungscookie zu überschreiben.

Alles, was ein Mensch verlieren würde, liegt unter data/. Das Verzeichnis wird von install.sh nie angefasst.


2. Installation

sudo bash deploy/install.sh --app tesm
sudo bash deploy/install.sh --app tesm-license

Wichtige Optionen:

Option Wirkung
--https Port 443 mit TLS, Port 80 leitet dorthin um. Ohne --domain entsteht ein selbstsigniertes Zertifikat.
--domain <name> Öffentlicher Name. Setzt server_name; die Site ist dann nicht mehr die Vorgabe-Site.
--acme-email <a> Erst zusammen mit --domain wird ein Let's-Encrypt-Zertifikat angefordert (und HSTS gesetzt). Ohne die Adresse bleibt es selbstsigniert -- interne Namen wie lizenz.firma.local kann keine CA bestätigen.
--instance <name> Zusätzliche Instanz neben der Hauptinstallation.
--port / --http-port / --https-port Abweichende Ports (nur für Testinstanzen sinnvoll).
--skip-packages Keine Systempakete installieren.

Danach:

sudo -u tesm tesm-admin create-admin

Beim Lizenzserver zusätzlich, in dieser Reihenfolge:

sudo -u tesm-license tesm-license-admin init-key      # Signaturschlüssel -- sofort sichern!
sudo -u tesm-license tesm-license-admin bootstrap     # eigene Master-Lizenz
sudo -u tesm-license tesm-license-admin create-admin

Der Signaturschlüssel ist nicht wiederherstellbar. Geht data/master_signing_key.json verloren, ist keine ausgestellte Lizenz mehr prüfbar. Sichern Sie ihn getrennt vom Server.

Zwei Anwendungen auf einem Host

Beide wollen Port 80 und 443. nginx unterscheidet sie am Namen:

sudo bash deploy/install.sh --app tesm --https
sudo bash deploy/install.sh --app tesm-license --https --domain lizenz.firma.local

Die Installation ohne Domain wird zur Vorgabe-Site (default_server) und beantwortet alles, was zu keinem Namen passt. Zwei namenlose Sites auf demselben Port weist nginx ab -- richtig so, und beim Übernehmen sofort sichtbar.


3. Aktualisierung

sudo bash deploy/install.sh --app tesm

Derselbe Befehl. Das Skript erkennt an der vorhandenen Datenbank, dass es eine Aktualisierung ist, und tut dann zusätzlich:

  1. Vollständige Sicherung nach /srv/<name>-backup-<zeitstempel> -- unabhängig davon, ob sich das Schema geändert hat.
  2. Dateiabgleich; data/ bleibt unangetastet.
  3. Schema-Migrationen beim Start (versioniert, mit Prüfsumme).
  4. Gesundheitsprüfung. Antwortet die Anwendung nicht, wird der alte Stand automatisch zurückgeholt; die fehlgeschlagene Version bleibt unter /srv/<name>-failed-<zeitstempel> zur Analyse liegen.

Eine bereits eingerichtete HTTPS-Konfiguration bleibt erhalten, auch ohne --https.

Ohne Quellbaum: update.sh

update.sh genügt als einzelne Datei. Auf einem System, auf dem noch nichts von diesem Projekt liegt:

curl -fsSLO https://gitea.int.eertmoed.net/alientim/tesm/raw/branch/main/deploy/update.sh
sudo bash update.sh tesm

Auf einer bestehenden Installation liegt sie schon bereit:

sudo bash /srv/tesm/deploy/update.sh tesm
sudo bash /srv/tesm-license/deploy/update.sh tesm-license

Alles nach dem Tag geht unverändert an install.sh weiter -- das ist der Weg, eine benannte Instanz zu aktualisieren:

sudo bash /srv/tesm/deploy/update.sh tesm

Ohne --instance entstünde daneben eine zweite Installation namens tesm, mit eigener Datenbank und eigener nginx-Site. Die Ports einer bestehenden Installation bleiben erhalten, auch wenn sie von den Vorgaben abweichen: eine Aktualisierung verschiebt nichts, was nicht ausdrücklich neu gesetzt wird.

Ohne Tag wird latest über die API aufgelöst, nicht in die URL geschrieben: Gitea liefert unter einem Tag-Namen sonst ein automatisch erzeugtes Quell-Archiv mit HTTP 200 statt des echten Anhangs -- und das enthält kein Release, sondern den Repositoriumsstand.

Die Bezugsquelle ist voreingestellt und lässt sich über die Umgebung umlenken, etwa auf eine Spiegelung:

Variable Vorgabe
TESM_RELEASE_BASE https://gitea.int.eertmoed.net
TESM_RELEASE_OWNER alientim
TESM_RELEASE_REPO der Anwendungsname (tesm bzw. tesm-license)

Der erwartete Anhang heisst <repo>-<tag>.tar.gz.

Upgrade vom Stand 1.x (Branch SONNET5)

Ein eigenes Skript, weil dabei mehr passiert als ein Dateiabgleich: die alte Fassung hat ein anderes Schema, andere Rechteschlüssel und ein anderes Exportformat.

Auch upgrade.sh genügt als einzelne Datei -- und das ist hier der Regelfall: auf einer 1.2.8 liegt nichts von dieser Fassung.

curl -fsSLO https://gitea.int.eertmoed.net/alientim/tesm/raw/branch/main/deploy/upgrade.sh
sudo bash upgrade.sh --app tesm

Sie lädt das aktuelle Release, entpackt es und benutzt dessen install.sh. Liegt das Skript in einem entpackten Release, wird dieses benutzt statt eines Downloads -- wer ein Paket ausgepackt hat, will nicht, dass ungefragt ein anderes geladen wird:

sudo bash deploy/upgrade.sh --app tesm
sudo bash deploy/upgrade.sh --app tesm-license

Eine bestimmte Version statt latest: --tag v2.0.8.

Ohne --source wird die alte Fassung an zwei Stellen gesucht: unter /srv/<app> und unter /srv/<app>-sonnet5. Der zweite Ort ist der, an den rename.sh sie verschiebt, sobald der Hauptname für die neue Installation gebraucht wird -- danach liegt unter /srv/<app> die laufende Installation. Erkannt wird eine 1.x an der sqlite.db im Wurzelverzeichnis; die neue Fassung legt ihre Datenbank unter data/app.db ab.

Der Ablauf ist die Vorgabe und braucht keine Schalter:

1. Sichern Vollständige Kopie der alten Installation nach /srv/<name>-upgrade-<zeitstempel>/alt (ohne venv, Verzeichnis 0700)
2. Abschalten Alter Dienst und seine Timer werden gestoppt und deaktiviert
3. Installieren install.sh dieses Verzeichnisses
4. Exportieren Aus der Kopie entsteht export-alt.json im alten Format
5. Übersetzen Daraus import-neu.json im neuen Format
6. Einspielen Diese Datei geht durch denselben Import wie eine Sicherung

Warum die Sicherung vor dem Export steht: ohne --instance installiert install.sh in dasselbe Verzeichnis und ersetzt die alte Installation. Wer erst exportiert und dann sichert, sichert im schlechtesten Fall nichts mehr. Gelesen wird ausschliesslich aus der Kopie -- die alte Installation wird nie verändert.

Die beiden Zwischendateien bleiben liegen; ihre Passphrase steht daneben in passphrase.txt (0600, Verzeichnis 0700). export-alt.json ist ein echter Export des Vorgängers und taugt deshalb auch als Rückweg.

Daneben statt darüber. Mit --instance entsteht eine zweite Installation, und die alte bleibt vollständig liegen:

sudo bash deploy/upgrade.sh --app tesm --instance test      --keep-old-running --port 5100 --http-port 8080

Was nicht mitkommt -- und warum:

  • Lokale Konten. Der alte Hash ist bcrypt, hier gilt Argon2id. Ein Hash ist nicht umrechenbar; das ist sein Zweck. Erstes Konto mit tesm-admin create-admin.
  • Gruppen und Rechte. Die Rechteschlüssel wurden neu geschnitten.
  • LDAP, Webserver, Zertifikat. Von Hand nachziehen.

Beim Lizenzserver gibt es Schritt 4 und 5 nicht: die Übernahme liest die alte Datenbank unmittelbar, holt Endpunkt und Anbieterdaten aus ihren Einstellungen und signiert jede Lizenz neu. Der alte Signaturschlüssel wird dabei übernommen -- sonst müsste jeder Kunde einen Ausstellerwechsel bestätigen; --new-key erzwingt das Gegenteil. Der Bericht nennt namentlich, wer eine neue Lizenzdatei braucht, denn die Bindung an eine Maschine gilt nur für die alte Datei.

Nur die Anwendung, ohne Daten: --no-data. Nur zeigen, was geschähe: --dry-run.


4. HTTPS

Der Zielzustand ist immer: Port 443 mit TLS, Port 80 leitet um, ausser dem ACME-Pfad.

Drei Wege dorthin:

a) Bei der Installation -- siehe oben, --https.

b) Nachträglich über die Kommandozeile:

sudo -u tesm tesm-admin web-setup --https --self-signed --apply
sudo -u tesm tesm-admin web-setup --https --domain tesm.firma.de \
     --acme --acme-email it@firma.de --hsts --apply

--print-config zeigt die Datei, ohne etwas zu schreiben.

c) In der Oberfläche unter Einstellungen -> Webserver und TLS.

Danach muss COOKIE_SECURE in /etc/tesm/<name>.env auf 1 stehen (alle drei Wege erledigen das selbst) und der Dienst neu gestartet werden.

Die Site-Datei wird immer neu erzeugt

Sie ist kein Ort für Handarbeit. Jede Übernahme schreibt sie vollständig aus der Vorlage neu. Was früher von Hand hineingeschrieben wurde -- Domain, Ports, Zertifikatspfade, HSTS, Upload-Grenze -- ist heute Einstellung in der Anwendung.

Der Grund steht im Vorgängerprojekt: dort wurde die Datei nur angelegt, wenn sie fehlte. Ein einmal falscher alias-Pfad überlebte dadurch jahrelang jedes Update, und die Oberfläche kam die ganze Zeit ohne Design.

Selbstsigniert oder Let's Encrypt?

  • Öffentlich erreichbar, echter DNS-Name: Let's Encrypt. Nur dann ist HSTS sinnvoll.
  • Geschlossenes Netz: selbstsigniert. Browser zeigen eine Warnung, die Verbindung ist trotzdem verschlüsselt und das Sitzungscookie darf Secure tragen. HSTS hier nicht einschalten -- der Browser merkt sich die Vorgabe monatelang und die Warnung lässt sich dann nicht mehr wegklicken.

Die Erneuerung von Let's Encrypt läuft über certbot certonly --webroot (bewusst nicht über das nginx-Plugin, das die erzeugte Site umschreiben würde). Der ACME-Pfad bleibt auch bei aktiver Umleitung erreichbar.


4a. Anmeldebanner (MOTD)

install.sh legt /etc/update-motd.d/50-<name> an. Bei jeder SSH-Anmeldung steht dann der Zustand der Installation im Login-Banner:

TESM · TimEShepManager
UEBERWACHEN · BOOTEN · ANBINDEN (DHCP) · BETRIEBSSYSTEM GEBEN (PXE)

3 Clients online · 0 nicht erreichbar · DHCP: 2 Leases aktiv

Das Skript liegt unter /usr/local/lib/tesm/tesm-motd und benutzt nur die Standardbibliothek: kein venv, kein Import der Anwendung, die Datenbank wird nur lesend geöffnet. Ein Lauf dauert Millisekunden. Der Vorgänger importierte dafür die ganze Flask-Anwendung -- bei jeder Anmeldung, und nach einem Wechsel des Quellverzeichnisses zeigte er stillschweigend die Zahlen einer Datenbank, die niemand mehr füllte.

Von Hand prüfen:

sudo /usr/local/lib/tesm/tesm-motd --app tesm --root /srv/tesm-test

Der Aufruf im Banner ist mit timeout 3 und || true abgesichert: ein hängender oder fehlschlagender Bannerlauf darf eine Anmeldung nie blockieren. Ein Banner der Vorgängerfassung (50-tesm, das motd_banner.py aufruft) wird entfernt -- nur dieses, nichts anderes in dem Verzeichnis.


4b. Installation umbenennen

Aus einer Instanz die Hauptinstallation machen (oder umgekehrt):

sudo bash deploy/rename.sh --app tesm --from tesm-test --to tesm
sudo bash deploy/rename.sh --app tesm-license --from tesm-license-test --to tesm-license

Der Name steckt an mehr Stellen als im Verzeichnisnamen, und drei davon sind leicht zu übersehen:

  • SITE_KEY in der Umgebungsdatei -- daraus entsteht der Name des Sitzungscookies. Bleibt er alt, heisst das Cookie weiter wie die alte Instanz.
  • web_cert_path, web_key_path, web_acme_webroot in der Datenbank. Sie enthalten den Namen; ein Zertifikat unter dem alten Pfad findet nginx nach dem Umzug nicht mehr.
  • server_name der nginx-Site. install.sh schreibt die Datei aus seiner Vorlage neu, sobald sich die alias-Pfade ändern -- und die ändern sich hier zwangsläufig. Ohne den Namen aus der Datenbank stünden danach zwei Sites mit server_name _ auf Port 80, und die erste gewinnt.

Ausserdem wird das venv verworfen und neu gebaut: seine Konsolenskripte tragen den absoluten Pfad im Shebang, und nach dem Umzug zeigt venv/bin/gunicorn auf einen Interpreter, den es nicht mehr gibt. systemd meldet dann No such file or directory -- für eine Datei, die sichtbar da ist.

Belegt der Zielname noch eine Installation der Fassung 1.x, wandert alles, was ihn belegt, in ein Archiv /srv/<ziel>-sonnet5: das Verzeichnis, die Protokolle unter /var/log/<ziel>, der ACME-Pfad, die logrotate-Datei, und die systemd-Units samt nginx-Site unter systemd-alt/. Gelöscht wird nichts.

Ports und HTTPS bleiben, wie sie waren; ein vorhandenes Zertifikat zieht mit und wird weiterverwendet. Alle angemeldeten Benutzer werden abgemeldet -- das Sitzungscookie heisst danach anders.

Danach ist auch das Aktualisieren einfacher, weil der Instanzname wegfällt:

sudo bash /srv/tesm/deploy/update.sh tesm

5. Dienste

systemctl status tesm.service          # Weboberfläche (gunicorn)
systemctl status tesm-monitor.service  # Überwachungsschleife (nur TESM)
systemctl status tesm-license.service
journalctl -u tesm -n 100 -f

Die Units laufen unprivilegiert (User=tesm) mit NoNewPrivileges, ProtectSystem=strict, PrivateTmp und einer engen RestrictAddressFamilies-Liste. Schreibrechte gibt es nur auf /srv/<name>/data und /var/log/<name>.


6. Root-Rechte

Die Anwendung hat keine. Alles, was Root braucht, geht durch einen Pfad:

/usr/local/lib/tesm/tesm-helper <verb> [argumente]

Der Helfer gehört root, ist per sudoers ausschliesslich für genau diesen Pfad mit NOPASSWD freigegeben und prüft jedes Argument gegen eine Positivliste. Er reicht nie etwas an eine Shell weiter (kein eval, kein sh -c).

Verben ansehen:

sudo /usr/local/lib/tesm/tesm-helper
grep -n ')$' /usr/local/lib/tesm/tesm-helper

Regel für Änderungen: Jedes neue Verb braucht eine Argumentprüfung. tests/test_repo_hygiene.py erzwingt, dass jedes der Anwendung bekannte Verb im Helfer vorkommt und dass jede Pfadprüfung .. abweist.


7. Sicherung und Wiederherstellung

In der Oberfläche unter Sicherung -- verschlüsselte Ausfuhr (Argon2id + AES-256-GCM) mit einem selbst gewählten Kennwort. Der Import zeigt zuerst eine Vorschau, bevor irgendetwas geschrieben wird.

Auf dem Host reicht:

sudo systemctl stop tesm
sudo tar -czf /root/tesm-data-$(date +%F).tar.gz -C /srv/tesm data
sudo systemctl start tesm

Unverzichtbar:

  • data/app.db -- alle Daten
  • data/secret.key -- ohne sie sind alle Sitzungen ungültig
  • data/data.keys -- ohne sie sind alle gespeicherten Geheimnisse verloren
  • data/license.json und data/license_key.json
  • Lizenzserver zusätzlich: data/master_signing_key.json

8. Wenn etwas nicht geht

Die Anwendung antwortet nicht.

journalctl -u tesm -n 200 --no-pager
curl -s http://127.0.0.1:5000/gesundheit

Antwortet gunicorn, aber der Browser nicht, liegt es an nginx.

nginx lässt sich nicht neu laden.

sudo nginx -t

Die Übernahme aus der Anwendung nimmt eine abgelehnte Konfiguration selbst zurück. Eine von Hand bearbeitete Datei tut das nicht -- in dem Fall hilft install.sh, das eine unbrauchbare Site durch die Vorlage ersetzt.

Anmeldung schlägt ohne Fehlermeldung fehl. Fast immer COOKIE_SECURE=1 ohne HTTPS. Der Browser bekommt dann ein Cookie, das er über HTTP nie zurücksendet.

grep COOKIE_SECURE /etc/tesm/tesm.env

"Die Anfrage kam von einer fremden Herkunft (Origin/Referer)." Der Reverse Proxy reicht den Host falsch durch. In der Site-Datei muss proxy_set_header Host $http_host; stehen -- nicht $host, das verwirft den Port.

Statische Dateien fehlen, die Oberfläche ist unformatiert.

grep alias /etc/nginx/sites-available/tesm
ls /srv/tesm/static /srv/tesm/static-core

Beide alias-Pfade müssen in das Installationsverzeichnis zeigen.

Zwei Instanzen stören sich. SITE_KEY in beiden /etc/tesm/*.env vergleichen -- er muss sich unterscheiden. Sonst teilen sich beide nginx-Site und Sitzungscookie.

Die Wartung meldet "Der SSH-Host-Schlüssel ist unbekannt". Kein Fehler, sondern die Absicht: ein Hintergrundauftrag darf keinen fremden Schlüssel akzeptieren. Die Freigabe erfolgt von Hand, in zwei Schritten, auf der Detailseite des Geräts (Clients -> Gerät -> SSH-Host-Schlüssel): erst Auslesen, dann den Fingerprint mit einer unabhängigen Quelle vergleichen, dann Freigeben. Die Wartungsübersicht zeigt in einer eigenen Spalte, für welche Geräte das noch offen ist. Für Switche liegt dieselbe Freigabe auf der Switch-Detailseite.

Der Schlüssel wird nach IP und Port gespeichert, nicht nach Name -- TESM verbindet sich immer über die hinterlegte IP-Adresse. Ändert sich die IP eines Geräts, ist der Schlüssel erneut freizugeben.

Die Prüfkette des Änderungsprotokolls ist gebrochen. Unter Diagnose sichtbar. Das Protokoll ist verkettet gehasht; ein Bruch heisst, dass jemand direkt in die Datenbank geschrieben hat. Der Eintrag, ab dem es nicht mehr stimmt, wird genannt.


9. Zurück auf eine ältere Version

sudo systemctl stop tesm
sudo mv /srv/tesm /srv/tesm-kaputt
sudo cp -a /srv/tesm-backup-<zeitstempel> /srv/tesm
sudo systemctl start tesm

Schema-Migrationen laufen nur vorwärts. Ein Rücksprung über eine Schema-Änderung hinweg braucht deshalb auch die Datenbank aus der Sicherung -- genau das liegt im Backup-Verzeichnis.