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tesm/README.md
T
alientim 1a0b55ed44 DHCP: manuelle Reservierungen, Options-Schutz+Dropdown-UI, Lease-Countdown-Fix
1. Manuelle Reservierungen (dhcp_manual_reservations) fuer Geraete, die
   nicht als Client in dieser App gepflegt werden -- bewusst eine eigene,
   explizite Aktion (MAC/IP/Name), damit kein externes Geraet unueberwacht
   automatisch eine feste IP bekommt. _dhcp_reservation_candidates fuehrt
   automatische (aus devices) und manuelle Reservierungen jetzt zusammen,
   case-insensitiv nach MAC dedupliziert (automatisch gewinnt bei Konflikt).
   Automatische Reservierungen sind in der Tabelle nicht loeschbar
   (Schloss-Symbol statt Button, sie entstehen/verschwinden mit den
   Client-Stammdaten), manuelle schon. Live verifiziert: Hinzufuegen,
   doppelte MAC ablehnen, ungueltige MAC ablehnen, generierte Kea-Config
   mit gemischten Auto-/manuellen Reservierungen besteht kea-dhcp4 -t.

2. Standard-DHCP-Optionen um 10 weitere verifizierte Optionen erweitert
   (u.a. host-name/12 -- Kea-Name mit Bindestrich, NICHT "hostname", live
   gegen echtes Kea geprueft) -- jetzt 57 insgesamt. Standard-Optionen sind
   nicht mehr loeschbar (Backend lehnt es ab, UI zeigt ein Schloss-Symbol
   statt Loeschen-Button) -- vorher liess sich eine vorbefuellte Options-
   Definition versehentlich entfernen.

3. Options-Tabellen (global UND pro Reservierung) zeigen jetzt nur noch
   tatsaechlich genutzte Options -- eigene immer, Standard-Optionen nur mit
   gesetztem Wert. Weitere Standard-Optionen kommen ueber ein Dropdown
   "+ Option hinzufuegen" dazu statt permanent alle 57 als leere Felder zu
   zeigen. Das neu eingeblendete Feld wird automatisch in den sichtbaren
   Bereich gescrollt und fokussiert (bei bis zu 57 moeglichen Optionen kann
   das Feld sonst weit unterhalb des sichtbaren Modal-Ausschnitts liegen
   und es wirkt so, als waere nichts passiert).

4. Lease-Countdown-Fix: die Ablaufzeit wird jetzt explizit als UTC
   ausgewiesen (Kea arbeitet intern in UTC-Epoch) und zusaetzlich als live
   tickender Countdown angezeigt (gleiches Prinzip wie der bestehende
   "Naechste Pruefung"-Timer). Vorher wirkte eine reine Absolutzeit auf der
   nicht selbst aktualisierenden Seite bei den kurzen Standard-Lease-Zeiten
   (600s) schnell "schon abgelaufen", sobald etwas Zeit vergangen war, bis
   man tatsaechlich hinschaut -- live im echten Betrieb genau als dieses
   Missverstaendnis beobachtet und anhand der rohen Kea-CSV verifiziert,
   dass die richtige Spalte (expire) korrekt gelesen wird.

5. UI-Feinschliff: "In Datei schreiben" bei den Reservierungen heisst jetzt
   "Speichern" und ist der primaere (orange) Button, "Reservierung
   hinzufuegen" sekundaer -- das Hinzufuegen legt nur einen Datensatz an,
   erst "Speichern" schreibt die tatsaechlich wirksame Kea-Config.

Alles live auf der Test-VM deployt und verifiziert (Playwright fuer die
Dropdown-Sichtbarkeit/Fokus-Interaktion, curl fuer die Backend-Validierung,
kea-dhcp4 -t fuer die generierte Konfiguration), keine Fehler im
journalctl-Log.
2026-08-11 15:52:52 +02:00

613 lines
36 KiB
Markdown

# PoE Manager — Modern UI Rebuild
Webbasierte Verwaltung und Monitoring von PoE-Devices und Aruba-Switchen —
funktionales Rebuild von [Aruba-PoE](https://gitea.int.eertmoed.net/WiS/Aruba-PoE)
mit komplett neuem, modernem Frontend und einem granularen Rechtesystem.
**Das Projekt ist ausschließlich für Linux ausgelegt** (Zielsystem: eine
Linux-VM). Entwickelt wird unter WSL2 (Ubuntu) unter Windows — siehe
[Entwicklung unter WSL](#entwicklung-unter-wsl) weiter unten.
Die App ermöglicht:
- **Öffentliches Kachel-Dashboard ohne Login** — zeigt nur aktive (nicht
deaktivierte) Geräte, nur Online/Offline/Gesamt-Statistik; volle Verwaltung,
Aktivieren/Deaktivieren und PoE-Neustart bleiben hinter dem Login. Eingeloggt
sind zusätzlich deaktivierte Geräte sichtbar (eigene Kachel-Sektion). Alle
Kacheln sind durchsuchbar und in drei Abschnitten sortiert: Offline, Online,
Deaktiviert — jeweils alphabetisch
- Verwaltung von Devices und Switches
- **Zugangsdaten als eigene, wiederverwendbare Entität**: SSH-Logins werden
einmal angelegt und können mehreren Switchen zugeordnet werden; beim
Anlegen eines Switches lassen sich bestehende Zugangsdaten auswählen oder
direkt neue hinterlegen, ohne vorher zu „Zugangsdaten“ wechseln zu müssen
- **Browser-SSH-Terminal beim Anlegen/Bearbeiten eines Switches**, um den
Host-Key zu bestätigen und die Zugangsdaten direkt zu prüfen, bevor der
Switch gespeichert wird — funktioniert auf jedem Betriebssystem, die
SSH-Verbindung wird dabei immer vom PoE-Server aus aufgebaut
- Manueller PoE-Neustart einzelner Geräte per Klick; bei deaktivierten
Geräten bietet das Detail-Popup stattdessen direkt eine Aktivieren-Option
- Einstellbares Prüfintervall (steuert den Hintergrund-Check-Dienst) —
der Countdown „Nächste Prüfung“ wird aus dem tatsächlichen letzten
Log-Eintrag berechnet, nicht bei jedem Seitenaufruf neu gestartet, und
läuft **global in der Topbar auf jeder Seite** (nicht nur im Dashboard)
- Live-Log-Ansicht mit farblicher Hervorhebung (online/offline/Neustart);
Dashboard und Live-Log aktualisieren sich automatisch im Hintergrund
(per AJAX, ohne vollen Seiten-Reload). Ein „Jetzt prüfen"-Icon neben dem
Timer (nur Admins) startet manuell einen sofortigen Prüf-Durchlauf —
der Countdown setzt sich dabei auf den manuell ausgelösten Zeitpunkt zurück
- **Einheitliches Seiten-Layout**: die Topbar zeigt rechts ausschließlich
den „Nächste Prüfung“-Timer; Anlegen-Buttons und eine kurze Beschreibung
sitzen stattdessen direkt über der jeweiligen Tabelle. Die Listen
(Geräte, Switche, Zugangsdaten, Benutzer, Gruppen) sind per Klick auf die
Spaltenüberschrift sortierbar
- **Rechtesystem mit Gruppen**: Admins dürfen immer alles (als Gruppe „Admin“
überall mit aufgeführt); normalen Benutzern lassen sich über Gruppen
einzelne Verwaltungsrechte gezielt zuweisen, inkl. reiner Ansichtsrechte
(siehe [Rechtesystem](#rechtesystem-gruppen--berechtigungen))
- Einklappbare Sidebar (Desktop: dauerhaft, über Neuladen hinweg gemerkt;
mobil: temporäres Überlagern)
- **Änderungslog**: jede Anlage/Bearbeitung/Löschung sowie Aktivieren/
Deaktivieren von Geräten, Switchen, Zugangsdaten, Benutzern und Gruppen
wird protokolliert (wer, wann, was) — einsehbar unter „Logs → Änderungslog“;
Geräte und Switche merken sich zusätzlich direkt am Datensatz, wer sie
zuletzt geändert hat. PoE-Neustarts werden bewusst **nicht** geloggt
(siehe [Änderungslog](#änderungslog))
- **Verschlüsselter Import/Export**: Geräte, Switche und Zugangsdaten lassen
sich unter „Einstellungen → Im-/Export" als ein mit selbstgewählter
Passphrase verschlüsseltes Bundle exportieren und auf einer neuen Umgebung
wieder importieren (siehe [Import/Export](#importexport))
- **Eigenes Konto**: das Zahnrad-Symbol neben dem eigenen Namen unten in der
Sidebar führt zu „Mein Konto“ — Vor-/Nachname, eigenes Passwort und
Profilbild pflegen (siehe [Eigenes Konto](#eigenes-konto--profilbild))
- **Anpassbare Navigation**: Admins legen dort zusätzlich die Reihenfolge der
Sidebar-Hauptpunkte per Auf-/Ab-Buttons fest; jeder Benutzer sieht davon
ohnehin nur, wofür er berechtigt ist — auch pro Unterpunkt innerhalb einer
Gruppe (siehe [Navigation anpassen](#navigation-anpassen))
## Was ist neu gegenüber dem Original?
- **Komplett neues Frontend**: eigenes Design-System (kein Bootstrap mehr),
Logo mittig in der Topbar (auf jeder Seite, skaliert auf die Balkenhöhe),
Sidebar-Navigation (nur für eingeloggte Nutzer sichtbar), Dark/Light-
Umschalter, Karten-Dashboard mit Live-Zählern, moderne Modals/Toasts statt
Browser-`confirm()` und Bootstrap-Alerts.
- **Dashboard jetzt teilweise öffentlich**: `/` ist ohne Login erreichbar und
zeigt eine reduzierte Lese-Ansicht (Hostname, IP, Status, letzte Prüfung)
mit Login-Button; alle Verwaltungsseiten und der PoE-Neustart bleiben
`@login_required` und zusätzlich rechtebasiert (s.u.).
- **Browser-SSH-Terminal für Switche**, implementiert mit **paramiko** (reines
Python) statt eines lokalen pty + System-`ssh`-Client — läuft dadurch
plattformunabhängig. Die SSH-Verbindung zum Switch wird immer serverseitig
(vom PoE-Server) aufgebaut, nie vom Browser/Client aus.
- **Granulares Rechtesystem mit Gruppen** (neu, siehe unten) statt der
ursprünglichen reinen Admin/User-Unterscheidung.
- **Gleiche Kernlogik**: Datenbankschema (erweitert um Gruppen/Rechte),
Login, PoE-Restart-Mechanismus (`poe.sh` per SSH/`expect` auf die
Aruba-Switche) sind ansonsten unverändert.
- **Aufgeräumtes Backend**: konsistente, konfigurierbare Pfade (`POE_DB_PATH`,
`POE_SCRIPT`, `POE_LOG_GLOB`, …) statt hart codierter/inkonsistenter Pfade;
Secret-Key und Fernet-Key werden beim ersten Start automatisch generiert
statt im Repo zu liegen.
> ⚠️ **Sicherheitshinweis zum Original-Repo:** Im Original sind `sqlite.db`
> (Nutzer-Passwort-Hashes, verschlüsselte Switch-Passwörter) und `fernet.key`
> (der zugehörige Schlüssel) mit im Git-Repo eingecheckt — die `.gitignore`
> dort schließt sie über die `!`-Regeln versehentlich wieder ein. In diesem
> Rebuild sind beide Dateien in `.gitignore` ausgeschlossen und werden beim
> ersten Start frisch erzeugt. Empfehlung fürs Original-Repo: beide Dateien
> aus der Git-Historie entfernen und Fernet-Key sowie alle Switch-/User-
> Passwörter rotieren.
## Rechtesystem (Gruppen & Berechtigungen)
Admins dürfen immer alles. Zusätzlich gibt es **Gruppen** mit einem
**vollständig granularen, an der Navbar gespiegelten Rechtebaum** — jeder
Bereich der App (nicht nur Devices/Switches) lässt sich einzeln freischalten.
Ein Benutzer kann mehreren Gruppen angehören, die Rechte addieren sich
(Vereinigung, nicht Schnittmenge).
### Zweistufiger Rechtebaum
Der Baum hat genau zwei Ebenen, exakt gespiegelt an den drei Sidebar-Gruppen
(Geräte/Logs/Einstellungen). Auf der Gruppen-Seite stehen sie als drei
kompakte Spalten nebeneinander, mit einer kurzen Legende direkt darüber.
Jede Spalte ist eine kleine Tabelle: die Kopfzeile enthält in EINER Zeile
sowohl den Bereichsnamen mit seinem Kästchen (dem Kill-Switch, dicht
nebeneinander statt an den Rand gestellt) als auch die Buchstaben-Spalten
**R**(ead/Lesen), **W**(rite/Schreiben, Anlegen), **E**(dit/Ändern) — nur
die Rechte, die dieser Bereich tatsächlich nutzt. Darunter je eine
eingerückte Zeile pro Unterpunkt. **„Ändern“ deckt Löschen überall mit
ab** — es gibt bewusst kein eigenes Löschen-Recht. Eine vierte Spalte **D**
gibt es nur bei Geräte → Clients, und sie bedeutet dort **nicht** Löschen,
sondern *PoE-Neustart über das Dashboard-Popup auslösen* (automatische
Neustarts bei Ausfall über `poe.sh` sind davon komplett unabhängig und
laufen immer). Für Zeilen ohne passendes Recht (z.B. „D“ bei Switche/
Zugangsdaten/Benutzer/Gruppen) wird eine ausgegraute, nicht anklickbare
Checkbox angezeigt statt die Zelle wegzulassen:
```
☑ Geräte R W E D ☑ Logs R W E ☑ Einstellungen R W E
Clients ☑ ☑ ☑ ☑ Live ☑ ☑ ☑ Benutzer ☑ ☑ ☑
Switche ☑ ☑ ☑ ▢ Änd. ☑ ☑ ☑ Gruppen ☑ ☑ ☑
Zugangsd. ☑ ☑ ☑ ▢ Systemeinst. ☑ ▢ ☑
Im-/Export ☑ ▢ ☑
```
Das jeweilige „Bereich sichtbar“-Recht (`devices_group.view` /
`logs_group.view` / `settings_group.view`, das Kästchen in der Kopfzeile
einer Spalte) wirkt als **Kill-Switch**: ist es für eine Gruppe nicht
gesetzt, greift kein einziges Recht darunter mehr — selbst wenn z.B.
`devices.view` einzeln noch angehakt ist. So lässt sich ein ganzer Bereich
mit einem Klick sperren, ohne jedes Unterrecht einzeln zurücknehmen zu
müssen (`User.has_permission()` in `app.py`). Auf der Gruppen-Seite sind
die Unterpunkt-Zeilen einer Spalte per JavaScript so lange gesperrt UND
sichtbar ausgegraut (nicht nur das dezente native disabled-Styling), bis
das Kopfzeilen-Kästchen angehakt ist.
### Systemgruppen
Zwei Gruppen sind fest und **weder umbenennbar noch in ihren Rechten
änderbar** (auch nicht durch Admins über die UI) — Mitgliedschaft bleibt bei
beiden frei verwaltbar:
- **Admin** — virtuell (kein echter `groups`-Datensatz), intern über den
`is_admin`-Schalter der Benutzer gesteuert, immer alle Rechte. Mindestens
ein Admin muss bestehen bleiben (serverseitig erzwungen).
- **Benutzer** — die Standardgruppe (`is_system`-Flag), der jeder neu
angelegte Nicht-Admin automatisch zugeordnet wird. Fester Rechtesatz:
Geräte-Bereich + Clients/Switche lesen, Logs-Bereich + Live-Log lesen.
Alle anderen Gruppen sind vom jeweiligen Rechteinhaber (`groups.edit`, das
auch Anlegen und Löschen von Gruppen umfasst) frei konfigurierbar.
### Eskalationsschutz
Da jetzt auch **Benutzer-** und **Gruppenverwaltung** delegierbar sind (z.B.
eine Gruppe mit nur `users.edit`, ohne Admin zu sein), gelten zusätzlich zu
den granularen Rechten diese fest einprogrammierten Schranken, unabhängig
davon, was eine Gruppe an Rechten hat:
- Ein Benutzer als Admin anlegen/dazu machen (`group_id=admin` bei
Anlegen/Zuweisen) bleibt echten Admins vorbehalten.
- Ein bestehendes Admin-Konto bearbeiten, löschen oder ihm die Gruppe ändern
bleibt echten Admins vorbehalten.
- Wer Admin ist, wird ausschließlich über „Admin-Mitglieder verwalten“ auf
der Gruppen-Seite gesteuert — bleibt admin-exklusiv, unabhängig von
`groups.edit`.
Sowohl das Anzeigen jeder Seite als auch jede einzelne Aktion (Buttons,
Formulare) ist an das jeweilige Recht gekoppelt — im Frontend ausgeblendet
**und** im Backend serverseitig durchgesetzt, unabhängig vom Frontend.
Datenmodell: `groups` (inkl. `is_default`- und `is_system`-Flag),
`group_permissions` (Gruppe → Recht), `user_groups` (Benutzer → Gruppe).
Bestehende Datenbanken werden beim App-Start automatisch migriert
(`_ensure_schema()` in `app.py`): `devices.toggle``devices.edit`,
`switches.*` → gespiegelte `credentials.*`, nachträgliches Setzen der neuen
Bereichs-Rechte für bereits vergebene Unterrechte, sowie (spätere Revision)
sämtliche `*.delete`-Rechte → `*.edit` (Löschen wurde nachträglich überall in
Ändern gefaltet). Jede dieser Migrationen läuft **nur einmalig** über einen
eigenen Guard in der `settings`-Tabelle, damit z.B. ein bewusst deaktiviertes
Bereichs-Recht nicht bei jedem Neustart automatisch wieder gesetzt wird.
## Zugangsdaten (wiederverwendbare SSH-Logins)
Switch-Zugangsdaten (Username + verschlüsseltes Passwort) sind eine eigene
Entität (`credentials`-Tabelle) statt direkt am Switch zu hängen — mehrere
Switche mit demselben Login teilen sich einen Eintrag. Beim Anlegen/Bearbeiten
eines Switches lässt sich per Dropdown ein bestehender Eintrag auswählen oder
über „+ Neue Zugangsdaten anlegen“ direkt im selben Formular ein neuer
anlegen, ohne vorher zur eigenen **Zugangsdaten**-Seite wechseln zu müssen.
Löschen ist nur möglich, wenn kein Switch mehr auf den Eintrag verweist.
Bestehende Datenbanken aus einer älteren Version (Username/Passwort direkt
am Switch) werden beim ersten Start automatisch migriert.
Jeder Switch kann außerdem einen individuellen **SSH-Port** hinterlegen
(Feld „SSH-Port“ beim Anlegen/Bearbeiten) — bleibt er leer, wird überall
automatisch **Port 22** angenommen (`SWITCH_DEFAULT_SSH_PORT` in `app.py`).
Der Port wird konsistent an allen drei Stellen verwendet, an denen die App
sich per SSH mit einem Switch verbindet: dem Web-Terminal (Verbindungstest),
`generate_ips.py` (liefert ihn als eigenes Feld an `poe.sh`) und den
`expect`-Aufrufen in `poe.sh` selbst (`ssh -p <port> ...`) für automatische
wie manuelle PoE-Neustarts.
## DHCP-Reservierungen & eigene Options (Systemeinstellungen → DHCP)
Erzeugt aus den vorhandenen Client-Stammdaten (MAC + IP + Name) automatisch
feste DHCP-Reservierungen inkl. eigener/herstellerspezifischer Options, ohne
die Daten ein zweites Mal pflegen zu müssen. Eigenes Rechtepaar
`settings_dhcp.view`/`settings_dhcp.edit`, gespiegelt in der Navbar unter
Einstellungen.
**Backend: Kea DHCP** (`kea-dhcp4-server`), nicht das ältere
`isc-dhcp-server` — ISC hat isc-dhcp-server 2022 als EOL erklärt, Kea ist
der aktiv weiterentwickelte Nachfolger und bildet „globaler Wert, pro Client
überschreibbar“ nativ ab (siehe unten).
- **Status-Erkennung** (rein lesend): `shutil.which("kea-dhcp4")` +
`systemctl is-active`/`is-enabled`. Zeigt Version, Lauf- und
Autostart-Status.
- **Installation & Dienststeuerung**: eigene, jeweils einzeln bestätigte
Buttons — „kea-dhcp4-server installieren“ (`apt-get install -y`),
„Aktivieren & (neu) starten“ (`systemctl enable` + `restart`) und
„Stoppen“ (`systemctl stop` **+ `disable`**, damit ein bewusst gestoppter
Dienst nach einem Host-Neustart nicht trotzdem automatisch wieder
hochfährt — ein Host-Neustart übernimmt so genau den zuletzt bewusst
gewählten Zustand, an oder aus). Bewusst **nicht** automatisch an
„Konfiguration speichern“ oder „In Datei schreiben“ gekoppelt — ein
unerwartet aktiver oder fehlkonfigurierter DHCP-Server kann ein ganzes
Netzsegment stören, jede dieser Aktionen soll ein bewusster, separater
Klick bleiben.
- **Mehrere Subnetze gleichzeitig**: ein Host kann mehrere IPs/Interfaces
mit jeweils eigenem Netz haben, für die alle DHCP angeboten werden soll
(`dhcp_subnets`-Tabelle statt einer einzelnen globalen Range) — jedes
Subnetz hat eigene Interface/Range sowie optional eigenes Gateway/DNS,
generiert wird ein eigener `subnet4`-Block je Subnetz in der Kea-Config.
Domain, Lease-Zeiten und Ausgabepfad bleiben global (Kea-weit gültig).
- **Netzwerk-Kopplung**: Subnet und Netzmaske werden **nie manuell
eingegeben**, sondern bei jeder Anzeige/Generierung live aus der
System-Netzwerkkonfiguration des jeweiligen Interfaces gelesen
(`_detect_interface_network()`/`_detect_interface_networks()`:
`ip -4 addr show dev <iface>` + `ip route show default`) — berücksichtigt
dabei ALLE IPv4-Adressen eines Interfaces, nicht nur die erste (ein
Interface kann mehrere IPs/Subnetze gleichzeitig tragen, z.B. Alias-IPs).
Die generierte Kea-Konfiguration ist dadurch immer an das Netz gekoppelt,
in dem der Host tatsächlich hängt, auch wenn sich dessen IP/Subnet mal
ändert.
- **Range ist Pflicht und muss zu einem echten Netz passen**: kein
vorausgefüllter Default für Range/DNS (nur Platzhaltertext) — ein
Subnetz ohne zu einem tatsächlich vorhandenen Netz passende Range wird
beim Anlegen/Bearbeiten abgelehnt (`_dhcp_matching_network()`), da Kea
ohne eine echte, physisch vorhandene IP im gewünschten Bereich keine
gültige Subnet-CIDR zugeordnet werden kann. Dieselbe Prüfung läuft
zusätzlich bei „In Datei schreiben“ (Subnetze, die inzwischen zu keinem
echten Netz mehr passen — z.B. nach einem Netzwechsel des Hosts — werden
übersprungen und in der Erfolgsmeldung benannt, statt die ganze Aktion
abzubrechen) und bei „Aktivieren & (neu) starten“ (verweigert den Start,
falls kein einziges gültiges Subnetz mehr existiert). Live auf einer
echten Fehlkonfiguration reproduziert und verifiziert.
- **Subnetze einzeln deaktivierbar**: ein Subnetz lässt sich ohne Löschen
pausieren (`enabled`-Flag) — wird dann bei „In Datei schreiben“ und
„Aktivieren & (neu) starten“ komplett ignoriert (kein Fehler, bewusst
kein "ungültig", da das Fehlen des Netzes hier Absicht ist), statt es
jedes Mal neu anlegen zu müssen.
- **DHCP-Options** (`dhcp_option_defs`/`dhcp_option_values`): eine kuratierte
Auswahl an **57 Standard-Optionen** (analog den „Vordefinierten Optionen“
eines Windows-DHCP-Servers — u.a. Hostname erzwingen, NTP-/WINS-/TFTP-/
SMTP-Server, Boot-Datei, Domain-Search, IP-Forwarding) ist automatisch
vorbefüllt und **nicht löschbar** (Backend lehnt es ab, UI zeigt statt
eines Löschen-Buttons ein Schloss-Symbol) — Router/DNS-Server/Domain-Name/
Lease-Zeiten sind bewusst ausgenommen, da dafür bereits eigene, dedizierte
Felder existieren (Subnetze bzw. globale Einstellungen oben); ebenso
client-/protokollinterne Optionen (message-type, parameter-request-list,
requested-address, ...), die serverseitig nicht sinnvoll setzbar sind.
Alle 57 Namen sind live gegen eine echte Kea-2.4.1-Instanz verifiziert
(`kea-dhcp4 -t`, jede Option einzeln getestet — u.a. „host-name“ mit
Bindestrich statt „hostname“ als Kea-Name richtiggestellt). Standard-
Optionen bekommen bewusst **kein eigenes `option-def`** in der generierten
Konfiguration — Kea kennt sie bereits nativ, eine Neudefinition würde die
eingebaute duplizieren; nur zusätzlich angelegte, wirklich eigene/
herstellerspezifische Options (z.B. eine Terminal-Boot-URL) bekommen eines
und bleiben frei löschbar.
In der Tabelle sind grundsätzlich nur **tatsächlich genutzte** Options
sichtbar (eigene immer, Standard-Optionen nur mit gesetztem globalen Wert)
— weitere Standard-Optionen kommen über ein Dropdown „+ Standard-Option
hinzufügen“ dazu, statt alle 57 dauerhaft als leere Zeilen anzuzeigen.
Jede Option hat einen **globalen** Wert sowie optional einen **Wert pro
Client** — ein Client-Override überschreibt den globalen Wert
ausschließlich für dieses eine Gerät (technisch: globale Werte landen im
Top-Level `option-data`, Overrides im `option-data` der jeweiligen
Kea-Reservierung, was Kea automatisch pro Client Vorrang geben lässt). Im
Reservierungs-Options-Dialog gilt dasselbe Prinzip: nur Options mit
gesetztem Override sind sichtbar, weitere kommen über ein Dropdown dazu
(das neu eingeblendete Feld wird automatisch in den sichtbaren Bereich
gescrollt und fokussiert).
- **Reservierungen aus zwei Quellen**: automatisch für jedes aktive Gerät mit
gültiger MAC + IP (Client-Stammdaten dieser App) sowie zusätzlich **manuell
anlegbar** („Reservierung hinzufügen“, MAC/IP/Name) — für Geräte, die
nicht als Client gepflegt werden (z.B. ein externes Gerät), sodass ihnen
bewusst und mit voller Kontrolle eine feste IP gegeben werden kann, statt
sie unüberwacht automatisch anzubinden. Automatische Reservierungen können
in dieser Tabelle **nicht gelöscht** werden (Schloss-Symbol statt Button —
sie entstehen/verschwinden mit den Client-Stammdaten), manuelle schon. Bei
einer MAC in beiden Quellen gewinnt immer die automatische. Jede
Reservierung wird ins **passende Subnetz** einsortiert (die IP entscheidet,
zu welchem der ggf. mehreren konfigurierten Subnetze sie gehört); der
Hostname wird aus dem Namen abgeleitet (nur `a-z0-9-`, Kollisionen
innerhalb desselben Subnetzes bekommen automatisch ein `-2`/`-3`-Suffix).
Einträge ohne MAC/IP oder mit einer IP außerhalb aller konfigurierten
Subnetze werden mit Hinweis übersprungen — Kea lehnt eine Reservierung
außerhalb ihres Subnets als Konfigurationsfehler ab (mit einer echten
Kea-Instanz verifiziert, inkl. einer Mischung aus automatischer und
manueller Reservierung im selben Subnetz).
- **Aktive Leases**: eigene Karte, liest die tatsächlich vergebenen Adressen
direkt aus Keas Lease-Datenbank (`kea-leases4.csv`, memfile-Backend —
kein Control-Agent nötig, reiner Lesezugriff auf die Datei). Zeigt damit
auch Clients **ohne eigene Reservierung**, die sich einfach eine freie IP
aus dem Pool genommen haben — deutlich als „Ohne Reservierung“ markiert,
statt nur die (unvollständige) Reservierungsliste zu zeigen. Die
Ablaufzeit wird explizit als **UTC** ausgewiesen (Kea arbeitet intern in
UTC-Epoch) und zusätzlich als live tickender Countdown angezeigt — eine
reine Absolutzeit auf einer nicht selbst aktualisierenden Seite wirkte bei
den kurzen Standard-Lease-Zeiten (600s) schnell „schon abgelaufen“, sobald
etwas Zeit vergangen war, bis man tatsächlich hinschaut (live auf der
Test-VM als genau dieses Missverständnis reproduziert).
- **Schreiben**: „Speichern“ bei den Reservierungen (nur mit
`settings_dhcp.edit`) schreibt die vollständige, generierte Kea-JSON-
Konfiguration an den konfigurierten Ausgabepfad. Wirksam wird sie erst
nach einem Dienst-Neustart über den separaten Button.
- **Ampel im Topbar**: neben dem Prüfintervall-Timer zeigt ein grüner/roter
Punkt, ob der Kea-Dienst läuft — nur sichtbar mit `settings_dhcp.view`.
- Reservierungen mit aktiven eigenen Options zeigen in der Tabelle, welche
Option greift (global oder Client-Override).
Live gegen eine echte, frisch installierte Kea-Instanz verifiziert:
Installation, generierte Konfiguration besteht `kea-dhcp4 -t`, Dienststart
übernimmt sie fehlerfrei (`DHCP4_CONFIG_COMPLETE`), globaler Options-Wert
sowie Client-spezifischer Override erscheinen korrekt getrennt in der
Konfiguration.
Die Mehrfach-Subnetz-Unterstützung selbst (Anlegen/Bearbeiten/Löschen samt
Validierung, mehrere generierte `subnet4`-Blöcke mit korrekten Pools/
Interfaces, Migration einer bestehenden Einzel-Range) ist live auf einem
echten Host verifiziert. Zwei tatsächlich **unabhängige** Netze (z.B. über
zwei physische NICs) standen beim Test nicht zur Verfügung — verifiziert
wurde daher zusätzlich zwei Ranges innerhalb desselben real vorhandenen
Netzes (identischer `subnet`-CIDR, unterschiedliche Pools); ob Kea zwei
`subnet4`-Blöcke mit identischem `subnet`-Wert akzeptiert oder als Fehler
ablehnt, wurde nicht gegen eine echte Kea-Instanz geprüft — bei tatsächlich
unterschiedlichen Netzen (der eigentliche Anwendungsfall) besteht dieses
Risiko nicht. Die Leases-Anzeige wurde vollständig End-to-End im echten
Betrieb bestätigt: ein tatsächlicher, unreservierter Client im Testnetz
(„shellyhtg3-...“) hat sich selbstständig eine IP aus dem Pool geholt und
wurde korrekt mit der „Ohne Reservierung“-Markierung angezeigt.
## Netzwerkeinstellungen des Hosts (Systemeinstellungen)
Eigene, klar getrennte Funktion von obigem DHCP-*Server*: hier geht es um
die Netzwerkkonfiguration des Hosts, auf dem der PoE Manager selbst läuft
(IP-Adresse, DNS-Server, DHCP-Client vs. statisch, Hostname) — nicht um
Adressen, die er an andere Geräte vergibt. Der Hostname wird separat und
risikolos über `hostnamectl set-hostname` gesetzt (kein Revert-Timer nötig,
da eine Änderung nicht die Erreichbarkeit kappt).
- **Backend-Erkennung**: prüft, ob NetworkManager oder dhcpcd aktiv ist
(`systemctl is-active`); ist keins von beiden aktiv, aber `systemd-networkd`
aktiv und `netplan` installiert, wird **netplan** angenommen — der Standard
auf einem frisch installierten Ubuntu (Server wie Cloud-Image). Ist keins
der drei erkennbar, bleibt die Seite bewusst **rein lesend** (Status wird
trotzdem angezeigt) — ohne zuverlässige Erkennung des Backends keine
Änderung, um nicht ins Blaue zu raten.
- **Anzeige**: aktuelles Interface, IP/Prefix, Gateway, DNS-Server sowie
Modus (DHCP/Statisch) — Modus wird backend-spezifisch ermittelt
(`nmcli ipv4.method`, ein `static ip_address=`-Eintrag im betreffenden
`interface`-Block von `/etc/dhcpcd.conf`, bzw. bei netplan am `dynamic`-Flag
des Kernels auf der aktuellen Adresse — zuverlässiger als die u.U. mehreren
überlagernden YAML-Dateien unter `/etc/netplan/` selbst zu parsen).
- **Änderung**: Interface, Modus (DHCP/Statisch), bei Statisch zusätzlich
IP/Prefix/Gateway, sowie unabhängig davon eigene DNS-Server (funktioniert
in beiden Modi — z.B. IP per DHCP, aber feste DNS-Server). Bei netplan
landet die Änderung in einer eigenen, niedrig priorisierten Override-Datei
(`/etc/netplan/90-poe-manager.yaml`) statt in der vom Distributor bzw.
cloud-init mitgelieferten — netplan wendet Dateien alphabetisch an, spätere
Werte gewinnen pro Schlüssel, damit bleibt die Original-Datei unangetastet.
- **Sicherheitsnetz** (wie `netplan try`): vor jeder Änderung wird die
vorherige Konfiguration gesichert. Nach dem Anwenden läuft ein
Hintergrund-Timer (Standard 45s) — wird die Änderung nicht **explizit
bestätigt** (nur möglich, wenn die Seite über die neue Konfiguration noch
erreichbar ist), rollt die App automatisch auf die gesicherte
Konfiguration zurück. Verhindert, dass ein Tippfehler bei IP/Gateway den
Host von der Web-UI/SSH abschneidet.
- **DHCP-Server wird vorsorglich gestoppt UND deaktiviert**: eine vorher
passende Range (siehe DHCP-Konfiguration oben) kann nach einer
IP-/Subnetzänderung plötzlich zum falschen Netz gehören. Läuft Kea beim
Anwenden oder beim Auto-Rollback, wird der Dienst deshalb gestoppt und
deaktiviert (nicht automatisch neu gestartet — die Range muss der Admin
aktiv auf der DHCP-Seite prüfen und den Dienst dort bewusst wieder
starten). Das zusätzliche Deaktivieren verhindert, dass ein Host-Neustart
vor dieser Prüfung den Dienst trotzdem automatisch mit der ggf. falschen
Range wieder hochfährt, statt dass die App mit einer möglicherweise
falschen Konfiguration weiterläuft oder blind rät.
- Live gegen eine echte Ubuntu-24.04-VM verifiziert (Standard-Installation,
Netz per DHCP über netplan/systemd-networkd bezogen) — sowohl die
Erkennung/Statusanzeige als auch der komplette Anwenden-Pfad inkl. der
eigenen Override-Datei. NetworkManager und dhcpcd sind zusätzlich per
gemockten `subprocess.run`/Dateizugriffen verifiziert (inkl. eines echten
`dhcpcd.conf`-Rewrites und eines vollständigen Anwenden-dann-Auto-
Rollback-Durchlaufs), da in der WSL-Entwicklungsumgebung keins von beiden
verfügbar ist.
## Änderungslog
Jede Anlage, Bearbeitung, Löschung sowie jedes Aktivieren/Deaktivieren von
Geräten, Switchen, Zugangsdaten, Benutzern und Gruppen wird in der Tabelle
`audit_log` protokolliert (Zeitpunkt, Benutzer, Aktion, Ziel, Details) —
einsehbar unter **Logs → Änderungen** (Recht `logs_activity.view`). Zusätzlich merken
sich Geräte und Switche direkt am Datensatz (`last_modified_by`,
`last_modified_at`), wer sie zuletzt geändert hat, damit man das nicht erst
im Log nachschlagen muss.
PoE-Neustarts werden **bewusst nicht** im Änderungslog erfasst — die stehen
bereits im Live-Log von `poe.sh`. Eine Ausnahme ist die Änderung des
Prüfintervalls selbst (eine Einstellungsänderung, kein Neustart), die wird
mitprotokolliert.
## Import/Export
Unter **Einstellungen** lassen sich Geräte, Switche und Zugangsdaten
(inkl. entschlüsselter Passwörter) als ein einziges JSON-Bundle exportieren.
Das Bundle wird mit einem aus einer selbstgewählten Passphrase abgeleiteten
Schlüssel verschlüsselt (PBKDF2-HMAC-SHA256 + Fernet) — unabhängig vom
`fernet.key` dieser Installation, damit die Datei auf einer komplett neuen
Umgebung (mit eigenem, neu generiertem `fernet.key`) wieder eingelesen
werden kann. Gedacht für einen Umzug auf einen neuen Server.
Beim Import wird dieselbe Passphrase erneut abgefragt; Zugangsdaten werden
nach Name, Switche nach Hostname und Geräte nach MAC-Adresse abgeglichen —
bestehende Einträge mit gleichem Schlüssel werden aktualisiert, neue werden
angelegt. Switche referenzieren ihre Zugangsdaten dabei über den Namen (nicht
die interne ID), damit der Import auch bei abweichender ID-Vergabe auf dem
Zielsystem korrekt verknüpft.
## Eigenes Konto & Profilbild
Das Zahnrad-Symbol neben dem eigenen Namen unten in der Sidebar führt zu
**„Mein Konto“** (`/account`): Vor-/Nachname ändern, ein Profilbild
hochladen (PNG/JPG/GIF/WEBP) und das eigene Passwort ändern (erfordert
Eingabe des aktuellen Passworts). Das ist bewusst getrennt vom Admin-Bereich
„Benutzer“, der andere Konten verwaltet. Ist ein Profilbild hinterlegt,
erscheint es statt der Initialen sowohl in der Sidebar als auch im
Änderungslog neben dem Benutzernamen. Admins sehen auf derselben Seite
zusätzlich die Navbar-Reihenfolge (siehe unten).
## Navigation anpassen
Die Sidebar ist in drei aufklappbare Gruppen strukturiert:
- **Geräte** — Clients (die eigentlichen Devices), Switche, Zugangsdaten
- **Einstellungen** — Benutzer, Gruppen, Systemeinstellungen (Prüfintervall),
Im-/Export
- **Logs** — Live, Änderungen (Änderungslog)
Die Reihenfolge dieser drei Gruppen (und von „Dashboard“) ist für Admins
unter **Mein Konto** (Zahnrad-Symbol in der Sidebar) per Auf-/Ab-Buttons
konfigurierbar (gespeichert als JSON-Liste unter `settings.nav_order`) und
gilt global für alle Benutzer. Unabhängig von der Reihenfolge sieht jeder
Benutzer ohnehin nur, wofür er berechtigt ist — sowohl auf Gruppenebene als
auch pro Unterpunkt: hat ein Benutzer z.B. nur `devices.view`, erscheint die
Gruppe „Geräte“ nur mit dem Unterpunkt „Clients“ (ohne Switche/
Zugangsdaten); eine Gruppe verschwindet komplett, wenn kein Unterpunkt
sichtbar ist.
## Entwicklung unter WSL
Da das Projekt ausschließlich für Linux gebaut ist, empfiehlt sich die
Entwicklung direkt unter WSL2 (Ubuntu), auch wenn der Editor unter Windows
läuft — das Projektverzeichnis liegt dabei ganz normal unter
`C:\...\aruba-poe-modern` und wird aus WSL über `/mnt/c/...` erreicht:
```bash
wsl --install -d Ubuntu # einmalig, falls noch nicht vorhanden
wsl -d Ubuntu
sudo apt update && sudo apt install -y python3 python3-venv python3-pip sqlite3 expect openssh-client
cd /mnt/c/Users/<dich>/aruba-poe-modern/srv/poe_manager
python3 -m venv venv
./venv/bin/pip install -r requirements.txt
./venv/bin/python create_db.py
./venv/bin/python create_admin.py
./venv/bin/python app.py # http://localhost:5000 — via WSL2-Portweiterleitung
# auch aus dem Windows-Browser erreichbar
```
**Hinweis zu `rpi-check.service`:** Der „Speichern & Service neustarten“-Button
unter Systemeinstellungen sowie das „Jetzt prüfen“-Icon funktionieren nur,
wenn `rpi-check.service` tatsächlich als echter systemd-Service läuft (viele
aktuelle WSL2-Installationen unterstützen systemd, siehe `wsl.conf`
`[boot] systemd=true`). Für lokale Tests reicht es, `etc/systemd/system/
rpi-check.service` sowie `usr/local/bin/custom/poe.sh` per Symlink an ihre
Produktivpfade (`/etc/systemd/system/`, `/usr/local/bin/custom/`) zu legen
und `/srv/poe_manager` auf den Checkout zu verlinken, dann `systemctl
daemon-reload && systemctl enable --now rpi-check.service`. Ohne systemd
(z.B. `systemctl` nicht vorhanden) scheitert der Neustart-Aufruf lautlos —
das Intervall in der DB wird trotzdem aktualisiert, greift dann aber erst
nach einem manuellen Neustart des Prozesses.
## Lokal starten (Entwicklung)
```bash
cd srv/poe_manager
python3 -m venv venv
source venv/bin/activate
pip install -r requirements.txt
python create_db.py # legt sqlite.db + Tabellen an
python create_admin.py # legt ersten Admin-Benutzer an
python app.py # http://localhost:5000
```
## Produktiv-Deployment (auf der Ziel-VM, App landet unter `/srv/poe_manager`)
Das Repo wird bewusst **nicht** direkt nach `/srv/poe_manager` geklont —
`install.sh` kopiert (`rsync`) den Inhalt von `srv/poe_manager/` aus dem Repo
gezielt dorthin und lässt Quell-Checkout und Zielverzeichnis damit sauber
getrennt (kein doppeltes `/srv/poe_manager/srv/poe_manager/…`):
```bash
sudo git clone <dieses-repo> /opt/aruba-poe-modern-src
cd /opt/aruba-poe-modern-src
sudo bash install.sh
sudo /srv/poe_manager/venv/bin/python3 /srv/poe_manager/create_admin.py
```
Nach der Installation liegt die laufende App vollständig unter
**`/srv/poe_manager`** (so wie es `poe_web.service`, `rpi-check.service` und
`POE_SCRIPT`/`POE_DB_PATH` als Default erwarten) — `/opt/aruba-poe-modern-src`
wird nur als Checkout-Quelle für `install.sh` gebraucht und kann danach
liegen bleiben (für spätere Updates: `git pull` dort, dann `install.sh`
erneut ausführen) oder gelöscht werden.
`install.sh` installiert Systempakete, richtet die venv ein, initialisiert die
Datenbank (falls nicht vorhanden), kopiert `poe.sh` nach
`/usr/local/bin/custom/`, registriert die systemd-Units
(`poe_web.service`, `rpi-check.service`, `rpi-check-restart.timer`) und
konfiguriert nginx als Reverse-Proxy auf Port 80.
### Relevante Umgebungsvariablen (optional)
| Variable | Zweck | Default |
|-----------------------|------------------------------------------|---------------------------------------|
| `POE_DB_PATH` | Pfad zur SQLite-DB | `<app-dir>/sqlite.db` |
| `POE_SCRIPT` | Pfad zum PoE-Restart-Skript | `/usr/local/bin/custom/poe.sh` |
| `POE_LOG_GLOB` | Glob-Pattern der Check-Logs | `/var/log/rpi-*.log` |
| `POE_FERNET_KEY` | Pfad zum Fernet-Schlüssel | `<app-dir>/fernet.key` (auto-erzeugt)|
| `POE_KNOWN_HOSTS` | Pfad zur SSH-known_hosts-Datei des Terminals| `<app-dir>/known_hosts` (auto-erzeugt)|
| `POE_SECRET_KEY` | Flask Secret Key (überschreibt Datei) | zufällig, in `secret.key` gespeichert|
| `PORT`, `FLASK_DEBUG` | Flask-Serverport / Debug-Modus | `5000` / aus |
## Browser-SSH-Terminal (Switch-Verbindungstest)
„Verbindung testen“ im Switch-Modal öffnet eine WebSocket-Verbindung zu
`/ws/ssh_terminal`. Serverseitig baut **paramiko** eine echte SSH-Sitzung
zum Switch auf (inkl. interaktiver Host-Key-Bestätigung beim Erstkontakt,
danach dauerhaft in `known_hosts` gemerkt) und reicht eine interaktive Shell
1:1 an ein xterm.js-Terminal im Browser durch. Die Zugangsdaten aus dem
Formular werden direkt für die SSH-Authentifizierung verwendet (nicht als
Tastatureingabe in die Shell getippt) — Erfolg/Fehlschlag der Anmeldung wird
sofort und eindeutig im Terminal angezeigt. Ein Klick auf „Passwort
einfügen“ sendet den aktuell im Formular eingetragenen Wert zusätzlich als
Tastatureingabe (z.B. für ein `sudo`-Passwort in der geöffneten Sitzung).
Voraussetzungen:
- Läuft auf **jedem Betriebssystem** (paramiko ist reines Python) — die
SSH-Verbindung wird dabei immer vom PoE-Server aus aufgebaut, nie vom
Browser/Client.
- Nur für eingeloggte **Admins** erreichbar.
- Der Flask-Entwicklungsserver muss mit `threaded=True` laufen (ist bereits
so konfiguriert) — für einen echten Produktivbetrieb empfiehlt sich
ohnehin ein WSGI-Server mit WebSocket-Unterstützung (z.B. Gunicorn mit
`gevent`- oder `eventlet`-Worker) statt des eingebauten Dev-Servers.
- **nginx muss den WebSocket-Upgrade für `/ws/` durchreichen** (`Upgrade`/
`Connection`-Header, siehe `etc/nginx/sites-available/poe_manager`) — ohne
das lehnt Flask den Handshake mit `400 Bad Request` ab und das Terminal
bleibt leer auf „Getrennt“ hängen, obwohl derselbe Aufruf direkt gegen
Port 5000 (an nginx vorbei) funktioniert. War auf einer frisch per
`install.sh` aufgesetzten Ubuntu-VM live reproduzierbar, da alle bisherigen
Terminal-Tests ausschließlich direkt gegen Flask liefen, nie durch nginx.
- Da `poe_web.service` (wie im Original) als `root` läuft, kann über dieses
Terminal im Prinzip jeder erreichbare Host per SSH kontaktiert werden —
bewusst so gewählt, da Admins über die App ohnehin schon vollen Zugriff auf
alle hinterlegten Switch-Zugangsdaten haben. Für eine strengere Trennung
empfiehlt es sich, `poe_web.service` künftig unter einem eigenen,
unprivilegierten Systembenutzer laufen zu lassen (im Original wie auch hier
aktuell `root`, um Änderungen am produktiven Setup nicht zu vergrößern).
## Projektstruktur
```
srv/poe_manager/ Flask-App (Backend + Templates + Static-Assets)
usr/local/bin/custom/ poe.sh — Ping-Check & PoE-Restart per SSH (expect)
etc/systemd/system/ Service-/Timer-Units (Web-App + Check-Dienst)
etc/nginx/ Reverse-Proxy-Konfiguration
install.sh Produktiv-Installer
```