# PoE Manager — Modern UI Rebuild Webbasierte Verwaltung und Monitoring von PoE-Devices und Aruba-Switchen — funktionales Rebuild von [Aruba-PoE](https://gitea.int.eertmoed.net/WiS/Aruba-PoE) mit komplett neuem, modernem Frontend und einem granularen Rechtesystem. **Das Projekt ist ausschließlich für Linux ausgelegt** (Zielsystem: eine Linux-VM). Entwickelt wird unter WSL2 (Ubuntu) unter Windows — siehe [Entwicklung unter WSL](#entwicklung-unter-wsl) weiter unten. Die App ermöglicht: - **Öffentliches Kachel-Dashboard ohne Login** — zeigt nur aktive (nicht deaktivierte) Geräte, nur Online/Offline/Gesamt-Statistik; volle Verwaltung, Aktivieren/Deaktivieren und PoE-Neustart bleiben hinter dem Login. Eingeloggt sind zusätzlich deaktivierte Geräte sichtbar (eigene Kachel-Sektion). Alle Kacheln sind durchsuchbar und in drei Abschnitten sortiert: Offline, Online, Deaktiviert — jeweils alphabetisch - Verwaltung von Devices und Switches - **Zugangsdaten als eigene, wiederverwendbare Entität**: SSH-Logins werden einmal angelegt und können mehreren Switchen zugeordnet werden; beim Anlegen eines Switches lassen sich bestehende Zugangsdaten auswählen oder direkt neue hinterlegen, ohne vorher zu „Zugangsdaten“ wechseln zu müssen - **Browser-SSH-Terminal beim Anlegen/Bearbeiten eines Switches**, um den Host-Key zu bestätigen und die Zugangsdaten direkt zu prüfen, bevor der Switch gespeichert wird — funktioniert auf jedem Betriebssystem, die SSH-Verbindung wird dabei immer vom PoE-Server aus aufgebaut - Manueller PoE-Neustart einzelner Geräte per Klick; bei deaktivierten Geräten bietet das Detail-Popup stattdessen direkt eine Aktivieren-Option - Einstellbares Prüfintervall (steuert den Hintergrund-Check-Dienst) — der Countdown „Nächste Prüfung“ wird aus dem tatsächlichen letzten Log-Eintrag berechnet, nicht bei jedem Seitenaufruf neu gestartet, und läuft **global in der Topbar auf jeder Seite** (nicht nur im Dashboard) - Live-Log-Ansicht mit farblicher Hervorhebung (online/offline/Neustart); Dashboard und Live-Log aktualisieren sich automatisch im Hintergrund (per AJAX, ohne vollen Seiten-Reload). Ein „Jetzt prüfen"-Icon neben dem Timer (nur Admins) startet manuell einen sofortigen Prüf-Durchlauf — der Countdown setzt sich dabei auf den manuell ausgelösten Zeitpunkt zurück - **Einheitliches Seiten-Layout**: die Topbar zeigt rechts ausschließlich den „Nächste Prüfung“-Timer; Anlegen-Buttons und eine kurze Beschreibung sitzen stattdessen direkt über der jeweiligen Tabelle. Die Listen (Geräte, Switche, Zugangsdaten, Benutzer, Gruppen) sind per Klick auf die Spaltenüberschrift sortierbar - **Rechtesystem mit Gruppen**: Admins dürfen immer alles (als Gruppe „Admin“ überall mit aufgeführt); normalen Benutzern lassen sich über Gruppen einzelne Verwaltungsrechte gezielt zuweisen, inkl. reiner Ansichtsrechte (siehe [Rechtesystem](#rechtesystem-gruppen--berechtigungen)) - Einklappbare Sidebar (Desktop: dauerhaft, über Neuladen hinweg gemerkt; mobil: temporäres Überlagern) - **Änderungslog**: jede Anlage/Bearbeitung/Löschung sowie Aktivieren/ Deaktivieren von Geräten, Switchen, Zugangsdaten, Benutzern und Gruppen wird protokolliert (wer, wann, was) — einsehbar unter „Logs → Änderungslog“; Geräte und Switche merken sich zusätzlich direkt am Datensatz, wer sie zuletzt geändert hat. PoE-Neustarts werden bewusst **nicht** geloggt (siehe [Änderungslog](#änderungslog)) - **Verschlüsselter Import/Export**: Geräte, Switche und Zugangsdaten lassen sich unter „Einstellungen → Im-/Export" als ein mit selbstgewählter Passphrase verschlüsseltes Bundle exportieren und auf einer neuen Umgebung wieder importieren (siehe [Import/Export](#importexport)) - **Eigenes Konto**: das Zahnrad-Symbol neben dem eigenen Namen unten in der Sidebar führt zu „Mein Konto“ — Vor-/Nachname, eigenes Passwort und Profilbild pflegen (siehe [Eigenes Konto](#eigenes-konto--profilbild)) - **Anpassbare Navigation**: Admins legen dort zusätzlich die Reihenfolge der Sidebar-Hauptpunkte per Auf-/Ab-Buttons fest; jeder Benutzer sieht davon ohnehin nur, wofür er berechtigt ist — auch pro Unterpunkt innerhalb einer Gruppe (siehe [Navigation anpassen](#navigation-anpassen)) ## Was ist neu gegenüber dem Original? - **Komplett neues Frontend**: eigenes Design-System (kein Bootstrap mehr), Logo mittig in der Topbar (auf jeder Seite, skaliert auf die Balkenhöhe), Sidebar-Navigation (nur für eingeloggte Nutzer sichtbar), Dark/Light- Umschalter, Karten-Dashboard mit Live-Zählern, moderne Modals/Toasts statt Browser-`confirm()` und Bootstrap-Alerts. - **Dashboard jetzt teilweise öffentlich**: `/` ist ohne Login erreichbar und zeigt eine reduzierte Lese-Ansicht (Hostname, IP, Status, letzte Prüfung) mit Login-Button; alle Verwaltungsseiten und der PoE-Neustart bleiben `@login_required` und zusätzlich rechtebasiert (s.u.). - **Browser-SSH-Terminal für Switche**, implementiert mit **paramiko** (reines Python) statt eines lokalen pty + System-`ssh`-Client — läuft dadurch plattformunabhängig. Die SSH-Verbindung zum Switch wird immer serverseitig (vom PoE-Server) aufgebaut, nie vom Browser/Client aus. - **Granulares Rechtesystem mit Gruppen** (neu, siehe unten) statt der ursprünglichen reinen Admin/User-Unterscheidung. - **Gleiche Kernlogik**: Datenbankschema (erweitert um Gruppen/Rechte), Login, PoE-Restart-Mechanismus (`poe.sh` per SSH/`expect` auf die Aruba-Switche) sind ansonsten unverändert. - **Aufgeräumtes Backend**: konsistente, konfigurierbare Pfade (`POE_DB_PATH`, `POE_SCRIPT`, `POE_LOG_GLOB`, …) statt hart codierter/inkonsistenter Pfade; Secret-Key und Fernet-Key werden beim ersten Start automatisch generiert statt im Repo zu liegen. > ⚠️ **Sicherheitshinweis zum Original-Repo:** Im Original sind `sqlite.db` > (Nutzer-Passwort-Hashes, verschlüsselte Switch-Passwörter) und `fernet.key` > (der zugehörige Schlüssel) mit im Git-Repo eingecheckt — die `.gitignore` > dort schließt sie über die `!`-Regeln versehentlich wieder ein. In diesem > Rebuild sind beide Dateien in `.gitignore` ausgeschlossen und werden beim > ersten Start frisch erzeugt. Empfehlung fürs Original-Repo: beide Dateien > aus der Git-Historie entfernen und Fernet-Key sowie alle Switch-/User- > Passwörter rotieren. ## Rechtesystem (Gruppen & Berechtigungen) Admins dürfen immer alles. Zusätzlich gibt es **Gruppen** mit einem **vollständig granularen, an der Navbar gespiegelten Rechtebaum** — jeder Bereich der App (nicht nur Devices/Switches) lässt sich einzeln freischalten. Ein Benutzer kann mehreren Gruppen angehören, die Rechte addieren sich (Vereinigung, nicht Schnittmenge). ### Zweistufiger Rechtebaum Der Baum hat genau zwei Ebenen, exakt gespiegelt an den drei Sidebar-Gruppen (Geräte/Logs/Einstellungen). Auf der Gruppen-Seite stehen sie als drei kompakte Spalten nebeneinander, mit einer kurzen Legende direkt darüber. Jede Spalte ist eine kleine Tabelle: die Kopfzeile enthält in EINER Zeile sowohl den Bereichsnamen mit seinem Kästchen (dem Kill-Switch, dicht nebeneinander statt an den Rand gestellt) als auch die Buchstaben-Spalten **R**(ead/Lesen), **W**(rite/Schreiben, Anlegen), **E**(dit/Ändern) — nur die Rechte, die dieser Bereich tatsächlich nutzt. Darunter je eine eingerückte Zeile pro Unterpunkt. **„Ändern“ deckt Löschen überall mit ab** — es gibt bewusst kein eigenes Löschen-Recht. Eine vierte Spalte **D** gibt es nur bei Geräte → Clients, und sie bedeutet dort **nicht** Löschen, sondern *PoE-Neustart über das Dashboard-Popup auslösen* (automatische Neustarts bei Ausfall über `poe.sh` sind davon komplett unabhängig und laufen immer). Für Zeilen ohne passendes Recht (z.B. „D“ bei Switche/ Zugangsdaten/Benutzer/Gruppen) wird eine ausgegraute, nicht anklickbare Checkbox angezeigt statt die Zelle wegzulassen: ``` ☑ Geräte R W E D ☑ Logs R W E ☑ Einstellungen R W E Clients ☑ ☑ ☑ ☑ Live ☑ ☑ ☑ Benutzer ☑ ☑ ☑ Switche ☑ ☑ ☑ ▢ Änd. ☑ ☑ ☑ Gruppen ☑ ☑ ☑ Zugangsd. ☑ ☑ ☑ ▢ Systemeinst. ☑ ▢ ☑ Im-/Export ☑ ▢ ☑ ``` Das jeweilige „Bereich sichtbar“-Recht (`devices_group.view` / `logs_group.view` / `settings_group.view`, das Kästchen in der Kopfzeile einer Spalte) wirkt als **Kill-Switch**: ist es für eine Gruppe nicht gesetzt, greift kein einziges Recht darunter mehr — selbst wenn z.B. `devices.view` einzeln noch angehakt ist. So lässt sich ein ganzer Bereich mit einem Klick sperren, ohne jedes Unterrecht einzeln zurücknehmen zu müssen (`User.has_permission()` in `app.py`). Auf der Gruppen-Seite sind die Unterpunkt-Zeilen einer Spalte per JavaScript so lange gesperrt UND sichtbar ausgegraut (nicht nur das dezente native disabled-Styling), bis das Kopfzeilen-Kästchen angehakt ist. ### Systemgruppen Zwei Gruppen sind fest und **weder umbenennbar noch in ihren Rechten änderbar** (auch nicht durch Admins über die UI) — Mitgliedschaft bleibt bei beiden frei verwaltbar: - **Admin** — virtuell (kein echter `groups`-Datensatz), intern über den `is_admin`-Schalter der Benutzer gesteuert, immer alle Rechte. Mindestens ein Admin muss bestehen bleiben (serverseitig erzwungen). - **Benutzer** — die Standardgruppe (`is_system`-Flag), der jeder neu angelegte Nicht-Admin automatisch zugeordnet wird. Fester Rechtesatz: Geräte-Bereich + Clients/Switche lesen, Logs-Bereich + Live-Log lesen. Alle anderen Gruppen sind vom jeweiligen Rechteinhaber (`groups.edit`, das auch Anlegen und Löschen von Gruppen umfasst) frei konfigurierbar. ### Eskalationsschutz Da jetzt auch **Benutzer-** und **Gruppenverwaltung** delegierbar sind (z.B. eine Gruppe mit nur `users.edit`, ohne Admin zu sein), gelten zusätzlich zu den granularen Rechten diese fest einprogrammierten Schranken, unabhängig davon, was eine Gruppe an Rechten hat: - Ein Benutzer als Admin anlegen/dazu machen (`group_id=admin` bei Anlegen/Zuweisen) bleibt echten Admins vorbehalten. - Ein bestehendes Admin-Konto bearbeiten, löschen oder ihm die Gruppe ändern bleibt echten Admins vorbehalten. - Wer Admin ist, wird ausschließlich über „Admin-Mitglieder verwalten“ auf der Gruppen-Seite gesteuert — bleibt admin-exklusiv, unabhängig von `groups.edit`. Sowohl das Anzeigen jeder Seite als auch jede einzelne Aktion (Buttons, Formulare) ist an das jeweilige Recht gekoppelt — im Frontend ausgeblendet **und** im Backend serverseitig durchgesetzt, unabhängig vom Frontend. Datenmodell: `groups` (inkl. `is_default`- und `is_system`-Flag), `group_permissions` (Gruppe → Recht), `user_groups` (Benutzer → Gruppe). Bestehende Datenbanken werden beim App-Start automatisch migriert (`_ensure_schema()` in `app.py`): `devices.toggle` → `devices.edit`, `switches.*` → gespiegelte `credentials.*`, nachträgliches Setzen der neuen Bereichs-Rechte für bereits vergebene Unterrechte, sowie (spätere Revision) sämtliche `*.delete`-Rechte → `*.edit` (Löschen wurde nachträglich überall in Ändern gefaltet). Jede dieser Migrationen läuft **nur einmalig** über einen eigenen Guard in der `settings`-Tabelle, damit z.B. ein bewusst deaktiviertes Bereichs-Recht nicht bei jedem Neustart automatisch wieder gesetzt wird. ## Zugangsdaten (wiederverwendbare SSH-Logins) Switch-Zugangsdaten (Username + verschlüsseltes Passwort) sind eine eigene Entität (`credentials`-Tabelle) statt direkt am Switch zu hängen — mehrere Switche mit demselben Login teilen sich einen Eintrag. Beim Anlegen/Bearbeiten eines Switches lässt sich per Dropdown ein bestehender Eintrag auswählen oder über „+ Neue Zugangsdaten anlegen“ direkt im selben Formular ein neuer anlegen, ohne vorher zur eigenen **Zugangsdaten**-Seite wechseln zu müssen. Löschen ist nur möglich, wenn kein Switch mehr auf den Eintrag verweist. Bestehende Datenbanken aus einer älteren Version (Username/Passwort direkt am Switch) werden beim ersten Start automatisch migriert. Jeder Switch kann außerdem einen individuellen **SSH-Port** hinterlegen (Feld „SSH-Port“ beim Anlegen/Bearbeiten) — bleibt er leer, wird überall automatisch **Port 22** angenommen (`SWITCH_DEFAULT_SSH_PORT` in `app.py`). Der Port wird konsistent an allen drei Stellen verwendet, an denen die App sich per SSH mit einem Switch verbindet: dem Web-Terminal (Verbindungstest), `generate_ips.py` (liefert ihn als eigenes Feld an `poe.sh`) und den `expect`-Aufrufen in `poe.sh` selbst (`ssh -p ...`) für automatische wie manuelle PoE-Neustarts. ## DHCP-Reservierungen & eigene Options (Systemeinstellungen → DHCP) Erzeugt aus den vorhandenen Client-Stammdaten (MAC + IP + Name) automatisch feste DHCP-Reservierungen inkl. eigener/herstellerspezifischer Options, ohne die Daten ein zweites Mal pflegen zu müssen. Eigenes Rechtepaar `settings_dhcp.view`/`settings_dhcp.edit`, gespiegelt in der Navbar unter Einstellungen. **Backend: Kea DHCP** (`kea-dhcp4-server`), nicht das ältere `isc-dhcp-server` — ISC hat isc-dhcp-server 2022 als EOL erklärt, Kea ist der aktiv weiterentwickelte Nachfolger und bildet „globaler Wert, pro Client überschreibbar“ nativ ab (siehe unten). - **Status-Erkennung** (rein lesend): `shutil.which("kea-dhcp4")` + `systemctl is-active`/`is-enabled`. Zeigt Version, Lauf- und Autostart-Status. - **Installation & Dienststeuerung**: eigene, jeweils einzeln bestätigte Buttons — „kea-dhcp4-server installieren“ (`apt-get install -y`), „Aktivieren & (neu) starten“ (`systemctl enable` + `restart`) und „Stoppen“. Bewusst **nicht** automatisch an „Konfiguration speichern“ oder „In Datei schreiben“ gekoppelt — ein unerwartet aktiver oder fehlkonfigurierter DHCP-Server kann ein ganzes Netzsegment stören, jede dieser Aktionen soll ein bewusster, separater Klick bleiben. - **Netzwerk-Kopplung**: Subnet, Netzmaske und Gateway werden **nie manuell eingegeben**, sondern bei jeder Anzeige/Generierung live aus der System-Netzwerkkonfiguration des gewählten Interfaces gelesen (`_detect_interface_network()`: `ip -4 addr show dev ` + `ip route show default`). Die generierte Kea-Konfiguration ist dadurch immer an das Netz gekoppelt, in dem der Host tatsächlich hängt, auch wenn sich dessen IP/Subnet mal ändert — nur das Interface selbst (Dropdown, echte vorhandene Interfaces aus `/sys/class/net`), die Lease-Range, DNS-Server, Domain, Lease-Zeiten und der Ausgabepfad sind konfigurierbar (`dhcp_*`-Schlüssel in der `settings`-Tabelle). - **Eigene Options** (`dhcp_option_defs`/`dhcp_option_values`, analog den „Vordefinierten Optionen und Werten“ eines Windows-DHCP-Servers): Code, Name, Kea-Datentyp und Beschreibung frei definierbar (z.B. herstellerspezifische Options wie eine Terminal-Boot-URL). Jede Option hat einen **globalen** Wert sowie optional einen **Wert pro Client** — ein Client-Override überschreibt den globalen Wert ausschließlich für dieses eine Gerät (technisch: globale Werte landen im Top-Level `option-data`, Overrides im `option-data` der jeweiligen Kea-Reservierung, was Kea automatisch pro Client Vorrang geben lässt). - **Reservierungen**: für jedes aktive Gerät mit gültiger MAC + IP **innerhalb des erkannten Subnets** wird eine Kea-Reservierung erzeugt; der Hostname wird aus dem Gerätenamen abgeleitet (nur `a-z0-9-`, Kollisionen bekommen automatisch ein `-2`/`-3`-Suffix). Geräte ohne MAC/IP oder mit einer IP außerhalb des Subnets werden mit Hinweis übersprungen — Kea lehnt eine Reservierung außerhalb ihres Subnets als Konfigurationsfehler ab (mit einer echten Kea-Instanz verifiziert). - **Schreiben**: „In Datei schreiben“ (nur mit `settings_dhcp.edit`) schreibt die vollständige, generierte Kea-JSON-Konfiguration an den konfigurierten Ausgabepfad. Wirksam wird sie erst nach einem Dienst-Neustart über den separaten Button. - **Range ist Pflicht**: kein vorausgefüllter Default für Range/DNS mehr (nur Platzhaltertext) — ohne eingetragene Range schreibt „In Datei schreiben“ nichts und „Aktivieren & (neu) starten“ verweigert den Start, statt den Dienst mit einer geratenen, zum echten Netz eventuell nicht passenden Range laufen zu lassen. Gateway ist separat und optional überschreibbar (Default: automatisch erkanntes Gateway des Interfaces). - **Ampel im Topbar**: neben dem Prüfintervall-Timer zeigt ein grüner/roter Punkt, ob der Kea-Dienst läuft — nur sichtbar mit `settings_dhcp.view`. - Reservierungen mit aktiven eigenen Options zeigen in der Tabelle, welche Option greift (global oder Client-Override). Live gegen eine echte, frisch installierte Kea-Instanz verifiziert: Installation, generierte Konfiguration besteht `kea-dhcp4 -t`, Dienststart übernimmt sie fehlerfrei (`DHCP4_CONFIG_COMPLETE`), globaler Options-Wert sowie Client-spezifischer Override erscheinen korrekt getrennt in der Konfiguration. ## Netzwerkeinstellungen des Hosts (Systemeinstellungen) Eigene, klar getrennte Funktion von obigem DHCP-*Server*: hier geht es um die Netzwerkkonfiguration des Hosts, auf dem der PoE Manager selbst läuft (IP-Adresse, DNS-Server, DHCP-Client vs. statisch, Hostname) — nicht um Adressen, die er an andere Geräte vergibt. Der Hostname wird separat und risikolos über `hostnamectl set-hostname` gesetzt (kein Revert-Timer nötig, da eine Änderung nicht die Erreichbarkeit kappt). - **Backend-Erkennung**: prüft, ob NetworkManager oder dhcpcd aktiv ist (`systemctl is-active`); ist keins von beiden aktiv, aber `systemd-networkd` aktiv und `netplan` installiert, wird **netplan** angenommen — der Standard auf einem frisch installierten Ubuntu (Server wie Cloud-Image). Ist keins der drei erkennbar, bleibt die Seite bewusst **rein lesend** (Status wird trotzdem angezeigt) — ohne zuverlässige Erkennung des Backends keine Änderung, um nicht ins Blaue zu raten. - **Anzeige**: aktuelles Interface, IP/Prefix, Gateway, DNS-Server sowie Modus (DHCP/Statisch) — Modus wird backend-spezifisch ermittelt (`nmcli ipv4.method`, ein `static ip_address=`-Eintrag im betreffenden `interface`-Block von `/etc/dhcpcd.conf`, bzw. bei netplan am `dynamic`-Flag des Kernels auf der aktuellen Adresse — zuverlässiger als die u.U. mehreren überlagernden YAML-Dateien unter `/etc/netplan/` selbst zu parsen). - **Änderung**: Interface, Modus (DHCP/Statisch), bei Statisch zusätzlich IP/Prefix/Gateway, sowie unabhängig davon eigene DNS-Server (funktioniert in beiden Modi — z.B. IP per DHCP, aber feste DNS-Server). Bei netplan landet die Änderung in einer eigenen, niedrig priorisierten Override-Datei (`/etc/netplan/90-poe-manager.yaml`) statt in der vom Distributor bzw. cloud-init mitgelieferten — netplan wendet Dateien alphabetisch an, spätere Werte gewinnen pro Schlüssel, damit bleibt die Original-Datei unangetastet. - **Sicherheitsnetz** (wie `netplan try`): vor jeder Änderung wird die vorherige Konfiguration gesichert. Nach dem Anwenden läuft ein Hintergrund-Timer (Standard 45s) — wird die Änderung nicht **explizit bestätigt** (nur möglich, wenn die Seite über die neue Konfiguration noch erreichbar ist), rollt die App automatisch auf die gesicherte Konfiguration zurück. Verhindert, dass ein Tippfehler bei IP/Gateway den Host von der Web-UI/SSH abschneidet. - Live gegen eine echte Ubuntu-24.04-VM verifiziert (Standard-Installation, Netz per DHCP über netplan/systemd-networkd bezogen) — sowohl die Erkennung/Statusanzeige als auch der komplette Anwenden-Pfad inkl. der eigenen Override-Datei. NetworkManager und dhcpcd sind zusätzlich per gemockten `subprocess.run`/Dateizugriffen verifiziert (inkl. eines echten `dhcpcd.conf`-Rewrites und eines vollständigen Anwenden-dann-Auto- Rollback-Durchlaufs), da in der WSL-Entwicklungsumgebung keins von beiden verfügbar ist. ## Änderungslog Jede Anlage, Bearbeitung, Löschung sowie jedes Aktivieren/Deaktivieren von Geräten, Switchen, Zugangsdaten, Benutzern und Gruppen wird in der Tabelle `audit_log` protokolliert (Zeitpunkt, Benutzer, Aktion, Ziel, Details) — einsehbar unter **Logs → Änderungen** (Recht `logs_activity.view`). Zusätzlich merken sich Geräte und Switche direkt am Datensatz (`last_modified_by`, `last_modified_at`), wer sie zuletzt geändert hat, damit man das nicht erst im Log nachschlagen muss. PoE-Neustarts werden **bewusst nicht** im Änderungslog erfasst — die stehen bereits im Live-Log von `poe.sh`. Eine Ausnahme ist die Änderung des Prüfintervalls selbst (eine Einstellungsänderung, kein Neustart), die wird mitprotokolliert. ## Import/Export Unter **Einstellungen** lassen sich Geräte, Switche und Zugangsdaten (inkl. entschlüsselter Passwörter) als ein einziges JSON-Bundle exportieren. Das Bundle wird mit einem aus einer selbstgewählten Passphrase abgeleiteten Schlüssel verschlüsselt (PBKDF2-HMAC-SHA256 + Fernet) — unabhängig vom `fernet.key` dieser Installation, damit die Datei auf einer komplett neuen Umgebung (mit eigenem, neu generiertem `fernet.key`) wieder eingelesen werden kann. Gedacht für einen Umzug auf einen neuen Server. Beim Import wird dieselbe Passphrase erneut abgefragt; Zugangsdaten werden nach Name, Switche nach Hostname und Geräte nach MAC-Adresse abgeglichen — bestehende Einträge mit gleichem Schlüssel werden aktualisiert, neue werden angelegt. Switche referenzieren ihre Zugangsdaten dabei über den Namen (nicht die interne ID), damit der Import auch bei abweichender ID-Vergabe auf dem Zielsystem korrekt verknüpft. ## Eigenes Konto & Profilbild Das Zahnrad-Symbol neben dem eigenen Namen unten in der Sidebar führt zu **„Mein Konto“** (`/account`): Vor-/Nachname ändern, ein Profilbild hochladen (PNG/JPG/GIF/WEBP) und das eigene Passwort ändern (erfordert Eingabe des aktuellen Passworts). Das ist bewusst getrennt vom Admin-Bereich „Benutzer“, der andere Konten verwaltet. Ist ein Profilbild hinterlegt, erscheint es statt der Initialen sowohl in der Sidebar als auch im Änderungslog neben dem Benutzernamen. Admins sehen auf derselben Seite zusätzlich die Navbar-Reihenfolge (siehe unten). ## Navigation anpassen Die Sidebar ist in drei aufklappbare Gruppen strukturiert: - **Geräte** — Clients (die eigentlichen Devices), Switche, Zugangsdaten - **Einstellungen** — Benutzer, Gruppen, Systemeinstellungen (Prüfintervall), Im-/Export - **Logs** — Live, Änderungen (Änderungslog) Die Reihenfolge dieser drei Gruppen (und von „Dashboard“) ist für Admins unter **Mein Konto** (Zahnrad-Symbol in der Sidebar) per Auf-/Ab-Buttons konfigurierbar (gespeichert als JSON-Liste unter `settings.nav_order`) und gilt global für alle Benutzer. Unabhängig von der Reihenfolge sieht jeder Benutzer ohnehin nur, wofür er berechtigt ist — sowohl auf Gruppenebene als auch pro Unterpunkt: hat ein Benutzer z.B. nur `devices.view`, erscheint die Gruppe „Geräte“ nur mit dem Unterpunkt „Clients“ (ohne Switche/ Zugangsdaten); eine Gruppe verschwindet komplett, wenn kein Unterpunkt sichtbar ist. ## Entwicklung unter WSL Da das Projekt ausschließlich für Linux gebaut ist, empfiehlt sich die Entwicklung direkt unter WSL2 (Ubuntu), auch wenn der Editor unter Windows läuft — das Projektverzeichnis liegt dabei ganz normal unter `C:\...\aruba-poe-modern` und wird aus WSL über `/mnt/c/...` erreicht: ```bash wsl --install -d Ubuntu # einmalig, falls noch nicht vorhanden wsl -d Ubuntu sudo apt update && sudo apt install -y python3 python3-venv python3-pip sqlite3 expect openssh-client cd /mnt/c/Users//aruba-poe-modern/srv/poe_manager python3 -m venv venv ./venv/bin/pip install -r requirements.txt ./venv/bin/python create_db.py ./venv/bin/python create_admin.py ./venv/bin/python app.py # http://localhost:5000 — via WSL2-Portweiterleitung # auch aus dem Windows-Browser erreichbar ``` **Hinweis zu `rpi-check.service`:** Der „Speichern & Service neustarten“-Button unter Systemeinstellungen sowie das „Jetzt prüfen“-Icon funktionieren nur, wenn `rpi-check.service` tatsächlich als echter systemd-Service läuft (viele aktuelle WSL2-Installationen unterstützen systemd, siehe `wsl.conf` `[boot] systemd=true`). Für lokale Tests reicht es, `etc/systemd/system/ rpi-check.service` sowie `usr/local/bin/custom/poe.sh` per Symlink an ihre Produktivpfade (`/etc/systemd/system/`, `/usr/local/bin/custom/`) zu legen und `/srv/poe_manager` auf den Checkout zu verlinken, dann `systemctl daemon-reload && systemctl enable --now rpi-check.service`. Ohne systemd (z.B. `systemctl` nicht vorhanden) scheitert der Neustart-Aufruf lautlos — das Intervall in der DB wird trotzdem aktualisiert, greift dann aber erst nach einem manuellen Neustart des Prozesses. ## Lokal starten (Entwicklung) ```bash cd srv/poe_manager python3 -m venv venv source venv/bin/activate pip install -r requirements.txt python create_db.py # legt sqlite.db + Tabellen an python create_admin.py # legt ersten Admin-Benutzer an python app.py # http://localhost:5000 ``` ## Produktiv-Deployment (auf der Ziel-VM, App landet unter `/srv/poe_manager`) Das Repo wird bewusst **nicht** direkt nach `/srv/poe_manager` geklont — `install.sh` kopiert (`rsync`) den Inhalt von `srv/poe_manager/` aus dem Repo gezielt dorthin und lässt Quell-Checkout und Zielverzeichnis damit sauber getrennt (kein doppeltes `/srv/poe_manager/srv/poe_manager/…`): ```bash sudo git clone /opt/aruba-poe-modern-src cd /opt/aruba-poe-modern-src sudo bash install.sh sudo /srv/poe_manager/venv/bin/python3 /srv/poe_manager/create_admin.py ``` Nach der Installation liegt die laufende App vollständig unter **`/srv/poe_manager`** (so wie es `poe_web.service`, `rpi-check.service` und `POE_SCRIPT`/`POE_DB_PATH` als Default erwarten) — `/opt/aruba-poe-modern-src` wird nur als Checkout-Quelle für `install.sh` gebraucht und kann danach liegen bleiben (für spätere Updates: `git pull` dort, dann `install.sh` erneut ausführen) oder gelöscht werden. `install.sh` installiert Systempakete, richtet die venv ein, initialisiert die Datenbank (falls nicht vorhanden), kopiert `poe.sh` nach `/usr/local/bin/custom/`, registriert die systemd-Units (`poe_web.service`, `rpi-check.service`, `rpi-check-restart.timer`) und konfiguriert nginx als Reverse-Proxy auf Port 80. ### Relevante Umgebungsvariablen (optional) | Variable | Zweck | Default | |-----------------------|------------------------------------------|---------------------------------------| | `POE_DB_PATH` | Pfad zur SQLite-DB | `/sqlite.db` | | `POE_SCRIPT` | Pfad zum PoE-Restart-Skript | `/usr/local/bin/custom/poe.sh` | | `POE_LOG_GLOB` | Glob-Pattern der Check-Logs | `/var/log/rpi-*.log` | | `POE_FERNET_KEY` | Pfad zum Fernet-Schlüssel | `/fernet.key` (auto-erzeugt)| | `POE_KNOWN_HOSTS` | Pfad zur SSH-known_hosts-Datei des Terminals| `/known_hosts` (auto-erzeugt)| | `POE_SECRET_KEY` | Flask Secret Key (überschreibt Datei) | zufällig, in `secret.key` gespeichert| | `PORT`, `FLASK_DEBUG` | Flask-Serverport / Debug-Modus | `5000` / aus | ## Browser-SSH-Terminal (Switch-Verbindungstest) „Verbindung testen“ im Switch-Modal öffnet eine WebSocket-Verbindung zu `/ws/ssh_terminal`. Serverseitig baut **paramiko** eine echte SSH-Sitzung zum Switch auf (inkl. interaktiver Host-Key-Bestätigung beim Erstkontakt, danach dauerhaft in `known_hosts` gemerkt) und reicht eine interaktive Shell 1:1 an ein xterm.js-Terminal im Browser durch. Die Zugangsdaten aus dem Formular werden direkt für die SSH-Authentifizierung verwendet (nicht als Tastatureingabe in die Shell getippt) — Erfolg/Fehlschlag der Anmeldung wird sofort und eindeutig im Terminal angezeigt. Ein Klick auf „Passwort einfügen“ sendet den aktuell im Formular eingetragenen Wert zusätzlich als Tastatureingabe (z.B. für ein `sudo`-Passwort in der geöffneten Sitzung). Voraussetzungen: - Läuft auf **jedem Betriebssystem** (paramiko ist reines Python) — die SSH-Verbindung wird dabei immer vom PoE-Server aus aufgebaut, nie vom Browser/Client. - Nur für eingeloggte **Admins** erreichbar. - Der Flask-Entwicklungsserver muss mit `threaded=True` laufen (ist bereits so konfiguriert) — für einen echten Produktivbetrieb empfiehlt sich ohnehin ein WSGI-Server mit WebSocket-Unterstützung (z.B. Gunicorn mit `gevent`- oder `eventlet`-Worker) statt des eingebauten Dev-Servers. - Da `poe_web.service` (wie im Original) als `root` läuft, kann über dieses Terminal im Prinzip jeder erreichbare Host per SSH kontaktiert werden — bewusst so gewählt, da Admins über die App ohnehin schon vollen Zugriff auf alle hinterlegten Switch-Zugangsdaten haben. Für eine strengere Trennung empfiehlt es sich, `poe_web.service` künftig unter einem eigenen, unprivilegierten Systembenutzer laufen zu lassen (im Original wie auch hier aktuell `root`, um Änderungen am produktiven Setup nicht zu vergrößern). ## Projektstruktur ``` srv/poe_manager/ Flask-App (Backend + Templates + Static-Assets) usr/local/bin/custom/ poe.sh — Ping-Check & PoE-Restart per SSH (expect) etc/systemd/system/ Service-/Timer-Units (Web-App + Check-Dienst) etc/nginx/ Reverse-Proxy-Konfiguration install.sh Produktiv-Installer ```