Umlaute in der Oberflaeche, Sitzungskopplung, Statusanzeigen

Echte Umlaute in allen Texten der Oberflaeche und in den Markdown-Dateien.
Die Einbindung von Dateifreigaben haengt jetzt an der Sitzung: wird sie
widerrufen oder laeuft sie ab, verschwinden die Freigaben mit ihr. Neu
einstellbar ist die automatische Abmeldung bei Leerlauf (Vorgabe 30 Minuten).
Ein Geraet, das nicht antwortet, bietet nur noch "Einschalten (PoE)" an --
Neustart ueber SSH oder RPC braucht ein erreichbares Geraet. Der Zeitgeber der
naechsten Pruefung und die Restlaufzeit der Lizenz stehen jetzt oben in der
Kopfzeile; der doppelte Knopf darunter ist weg. Millisekunden werden ab einer
Sekunde als Sekunden und ab einer Minute als m:ss dargestellt.

Ausserdem: Release-Tarball nicht mehr im Repository -- er haengt am Release.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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2026-09-02 23:54:33 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
parent 9a760274f8
commit fbbf8eb87b
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+65 -65
View File
@@ -2,7 +2,7 @@
Dieses Dokument richtet sich an die Person, die die Anlage installiert,
aktualisiert und im Fehlerfall wieder zum Laufen bringt. Es beschreibt, was auf
dem Host tatsaechlich passiert -- nicht, wie die Oberflaeche bedient wird.
dem Host tatsächlich passiert -- nicht, wie die Oberfläche bedient wird.
---
@@ -11,7 +11,7 @@ dem Host tatsaechlich passiert -- nicht, wie die Oberflaeche bedient wird.
| Zweck | Pfad |
|---|---|
| Anwendung (Code, venv, statische Dateien) | `/srv/<name>/` |
| Instanzdaten (Datenbank, Schluessel, Lizenz) | `/srv/<name>/data/` |
| Instanzdaten (Datenbank, Schlüssel, Lizenz) | `/srv/<name>/data/` |
| Protokolle | `/var/log/<name>/` |
| Umgebungsdatei | `/etc/tesm/<name>.env` |
| Zertifikate (selbstsigniert) | `/etc/tesm/certs/<name>/` |
@@ -20,13 +20,13 @@ dem Host tatsaechlich passiert -- nicht, wie die Oberflaeche bedient wird.
| Privilegierter Helfer | `/usr/local/lib/tesm/tesm-helper` |
| Verwaltungswerkzeug | `/usr/local/bin/<name>-admin` |
`<name>` ist `tesm` bzw. `tesm-license` -- oder, bei einer zusaetzlichen
`<name>` ist `tesm` bzw. `tesm-license` -- oder, bei einer zusätzlichen
Instanz, `tesm-<instanz>`. Dieser Name (der **SITE_KEY**) benennt alles, was
ausserhalb von `/srv/<name>` liegt. Deshalb koennen zwei Installationen
ausserhalb von `/srv/<name>` liegt. Deshalb können zwei Installationen
derselben Anwendung nebeneinander laufen, ohne sich gegenseitig die
nginx-Site, die netplan-Datei oder das Sitzungscookie zu ueberschreiben.
nginx-Site, die netplan-Datei oder das Sitzungscookie zu überschreiben.
Alles, was ein Mensch verlieren wuerde, liegt unter `data/`. Das Verzeichnis
Alles, was ein Mensch verlieren würde, liegt unter `data/`. Das Verzeichnis
wird von `install.sh` nie angefasst.
---
@@ -43,10 +43,10 @@ Wichtige Optionen:
| Option | Wirkung |
|---|---|
| `--https` | Port 443 mit TLS, Port 80 leitet dorthin um. Ohne `--domain` entsteht ein selbstsigniertes Zertifikat. |
| `--domain <name>` | Oeffentlicher Name. Setzt `server_name`; die Site ist dann **nicht** mehr die Vorgabe-Site. |
| `--acme-email <a>` | Erst zusammen mit `--domain` wird ein Let's-Encrypt-Zertifikat angefordert (und HSTS gesetzt). Ohne die Adresse bleibt es selbstsigniert -- interne Namen wie `lizenz.firma.local` kann keine CA bestaetigen. |
| `--instance <name>` | Zusaetzliche Instanz neben der Hauptinstallation. |
| `--port` / `--http-port` / `--https-port` | Abweichende Ports (nur fuer Testinstanzen sinnvoll). |
| `--domain <name>` | Öffentlicher Name. Setzt `server_name`; die Site ist dann **nicht** mehr die Vorgabe-Site. |
| `--acme-email <a>` | Erst zusammen mit `--domain` wird ein Let's-Encrypt-Zertifikat angefordert (und HSTS gesetzt). Ohne die Adresse bleibt es selbstsigniert -- interne Namen wie `lizenz.firma.local` kann keine CA bestätigen. |
| `--instance <name>` | Zusätzliche Instanz neben der Hauptinstallation. |
| `--port` / `--http-port` / `--https-port` | Abweichende Ports (nur für Testinstanzen sinnvoll). |
| `--skip-packages` | Keine Systempakete installieren. |
Danach:
@@ -55,17 +55,17 @@ Danach:
sudo -u tesm tesm-admin create-admin
```
Beim Lizenzserver zusaetzlich, **in dieser Reihenfolge**:
Beim Lizenzserver zusätzlich, **in dieser Reihenfolge**:
```bash
sudo -u tesm-license tesm-license-admin init-key # Signaturschluessel -- sofort sichern!
sudo -u tesm-license tesm-license-admin init-key # Signaturschlüssel -- sofort sichern!
sudo -u tesm-license tesm-license-admin bootstrap # eigene Master-Lizenz
sudo -u tesm-license tesm-license-admin create-admin
```
> **Der Signaturschluessel ist nicht wiederherstellbar.** Geht
> **Der Signaturschlüssel ist nicht wiederherstellbar.** Geht
> `data/master_signing_key.json` verloren, ist keine ausgestellte Lizenz mehr
> pruefbar. Sichern Sie ihn getrennt vom Server.
> prüfbar. Sichern Sie ihn getrennt vom Server.
### Zwei Anwendungen auf einem Host
@@ -78,7 +78,7 @@ sudo bash deploy/install.sh --app tesm-license --https --domain lizenz.firma.loc
Die Installation **ohne** Domain wird zur Vorgabe-Site (`default_server`) und
beantwortet alles, was zu keinem Namen passt. Zwei namenlose Sites auf
demselben Port weist nginx ab -- richtig so, und beim Uebernehmen sofort
demselben Port weist nginx ab -- richtig so, und beim Übernehmen sofort
sichtbar.
---
@@ -90,14 +90,14 @@ sudo bash deploy/install.sh --app tesm
```
Derselbe Befehl. Das Skript erkennt an der vorhandenen Datenbank, dass es eine
Aktualisierung ist, und tut dann zusaetzlich:
Aktualisierung ist, und tut dann zusätzlich:
1. **Vollstaendige Sicherung** nach `/srv/<name>-backup-<zeitstempel>` --
unabhaengig davon, ob sich das Schema geaendert hat.
1. **Vollständige Sicherung** nach `/srv/<name>-backup-<zeitstempel>` --
unabhängig davon, ob sich das Schema geändert hat.
2. Dateiabgleich; `data/` bleibt unangetastet.
3. Schema-Migrationen beim Start (versioniert, mit Pruefsumme).
4. **Gesundheitspruefung.** Antwortet die Anwendung nicht, wird der alte Stand
automatisch zurueckgeholt; die fehlgeschlagene Version bleibt unter
3. Schema-Migrationen beim Start (versioniert, mit Prüfsumme).
4. **Gesundheitsprüfung.** Antwortet die Anwendung nicht, wird der alte Stand
automatisch zurückgeholt; die fehlgeschlagene Version bleibt unter
`/srv/<name>-failed-<zeitstempel>` zur Analyse liegen.
Eine bereits eingerichtete HTTPS-Konfiguration bleibt erhalten, auch ohne
@@ -114,7 +114,7 @@ Drei Wege dorthin:
**a) Bei der Installation** -- siehe oben, `--https`.
**b) Nachtraeglich ueber die Kommandozeile:**
**b) Nachträglich über die Kommandozeile:**
```bash
sudo -u tesm tesm-admin web-setup --https --self-signed --apply
@@ -124,42 +124,42 @@ sudo -u tesm tesm-admin web-setup --https --domain tesm.firma.de \
`--print-config` zeigt die Datei, ohne etwas zu schreiben.
**c) In der Oberflaeche** unter *Einstellungen -> Webserver und TLS*.
**c) In der Oberfläche** unter *Einstellungen -> Webserver und TLS*.
Danach muss `COOKIE_SECURE` in `/etc/tesm/<name>.env` auf `1` stehen (alle drei
Wege erledigen das selbst) und der Dienst neu gestartet werden.
### Die Site-Datei wird immer neu erzeugt
Sie ist **kein** Ort fuer Handarbeit. Jede Uebernahme schreibt sie vollstaendig
aus der Vorlage neu. Was frueher von Hand hineingeschrieben wurde -- Domain,
Sie ist **kein** Ort für Handarbeit. Jede Übernahme schreibt sie vollständig
aus der Vorlage neu. Was früher von Hand hineingeschrieben wurde -- Domain,
Ports, Zertifikatspfade, HSTS, Upload-Grenze -- ist heute Einstellung in der
Anwendung.
Der Grund steht im Vorgaengerprojekt: dort wurde die Datei nur angelegt, wenn
sie fehlte. Ein einmal falscher `alias`-Pfad ueberlebte dadurch jahrelang jedes
Update, und die Oberflaeche kam die ganze Zeit ohne Design.
Der Grund steht im Vorgängerprojekt: dort wurde die Datei nur angelegt, wenn
sie fehlte. Ein einmal falscher `alias`-Pfad überlebte dadurch jahrelang jedes
Update, und die Oberfläche kam die ganze Zeit ohne Design.
### Selbstsigniert oder Let's Encrypt?
* **Oeffentlich erreichbar, echter DNS-Name:** Let's Encrypt. Nur dann ist HSTS
* **Öffentlich erreichbar, echter DNS-Name:** Let's Encrypt. Nur dann ist HSTS
sinnvoll.
* **Geschlossenes Netz:** selbstsigniert. Browser zeigen eine Warnung, die
Verbindung ist trotzdem verschluesselt und das Sitzungscookie darf `Secure`
Verbindung ist trotzdem verschlüsselt und das Sitzungscookie darf `Secure`
tragen. **HSTS hier nicht einschalten** -- der Browser merkt sich die Vorgabe
monatelang und die Warnung laesst sich dann nicht mehr wegklicken.
monatelang und die Warnung lässt sich dann nicht mehr wegklicken.
Die Erneuerung von Let's Encrypt laeuft ueber `certbot certonly --webroot`
(bewusst nicht ueber das nginx-Plugin, das die erzeugte Site umschreiben
wuerde). Der ACME-Pfad bleibt auch bei aktiver Umleitung erreichbar.
Die Erneuerung von Let's Encrypt läuft über `certbot certonly --webroot`
(bewusst nicht über das nginx-Plugin, das die erzeugte Site umschreiben
würde). Der ACME-Pfad bleibt auch bei aktiver Umleitung erreichbar.
---
## 5. Dienste
```bash
systemctl status tesm.service # Weboberflaeche (gunicorn)
systemctl status tesm-monitor.service # Ueberwachungsschleife (nur TESM)
systemctl status tesm.service # Weboberfläche (gunicorn)
systemctl status tesm-monitor.service # Überwachungsschleife (nur TESM)
systemctl status tesm-license.service
journalctl -u tesm -n 100 -f
```
@@ -179,8 +179,8 @@ Die Anwendung hat keine. Alles, was Root braucht, geht durch **einen** Pfad:
/usr/local/lib/tesm/tesm-helper <verb> [argumente]
```
Der Helfer gehoert `root`, ist per sudoers ausschliesslich fuer genau diesen
Pfad mit `NOPASSWD` freigegeben und prueft jedes Argument gegen eine
Der Helfer gehört `root`, ist per sudoers ausschliesslich für genau diesen
Pfad mit `NOPASSWD` freigegeben und prüft jedes Argument gegen eine
Positivliste. Er reicht nie etwas an eine Shell weiter (kein `eval`, kein
`sh -c`).
@@ -191,16 +191,16 @@ sudo /usr/local/lib/tesm/tesm-helper
grep -n ')$' /usr/local/lib/tesm/tesm-helper
```
Regel fuer Aenderungen: **Jedes neue Verb braucht eine Argumentpruefung.**
Regel für Änderungen: **Jedes neue Verb braucht eine Argumentprüfung.**
`tests/test_repo_hygiene.py` erzwingt, dass jedes der Anwendung bekannte Verb
im Helfer vorkommt und dass jede Pfadpruefung `..` abweist.
im Helfer vorkommt und dass jede Pfadprüfung `..` abweist.
---
## 7. Sicherung und Wiederherstellung
In der Oberflaeche unter *Sicherung* -- verschluesselte Ausfuhr (Argon2id +
AES-256-GCM) mit einem selbst gewaehlten Kennwort. Der Import zeigt zuerst eine
In der Oberfläche unter *Sicherung* -- verschlüsselte Ausfuhr (Argon2id +
AES-256-GCM) mit einem selbst gewählten Kennwort. Der Import zeigt zuerst eine
Vorschau, bevor irgendetwas geschrieben wird.
Auf dem Host reicht:
@@ -214,10 +214,10 @@ sudo systemctl start tesm
Unverzichtbar:
* `data/app.db` -- alle Daten
* `data/secret.key` -- ohne sie sind alle Sitzungen ungueltig
* `data/secret.key` -- ohne sie sind alle Sitzungen ungültig
* `data/data.keys` -- ohne sie sind **alle gespeicherten Geheimnisse verloren**
* `data/license.json` und `data/license_key.json`
* Lizenzserver zusaetzlich: `data/master_signing_key.json`
* Lizenzserver zusätzlich: `data/master_signing_key.json`
---
@@ -230,17 +230,17 @@ curl -s http://127.0.0.1:5000/gesundheit
```
Antwortet gunicorn, aber der Browser nicht, liegt es an nginx.
**nginx laesst sich nicht neu laden.**
**nginx lässt sich nicht neu laden.**
```bash
sudo nginx -t
```
Die Uebernahme aus der Anwendung nimmt eine abgelehnte Konfiguration selbst
zurueck. Eine von Hand bearbeitete Datei tut das nicht -- in dem Fall hilft
Die Übernahme aus der Anwendung nimmt eine abgelehnte Konfiguration selbst
zurück. Eine von Hand bearbeitete Datei tut das nicht -- in dem Fall hilft
`install.sh`, das eine unbrauchbare Site durch die Vorlage ersetzt.
**Anmeldung schlaegt ohne Fehlermeldung fehl.**
**Anmeldung schlägt ohne Fehlermeldung fehl.**
Fast immer `COOKIE_SECURE=1` ohne HTTPS. Der Browser bekommt dann ein Cookie,
das er ueber HTTP nie zuruecksendet.
das er über HTTP nie zurücksendet.
```bash
grep COOKIE_SECURE /etc/tesm/tesm.env
```
@@ -250,38 +250,38 @@ Der Reverse Proxy reicht den Host falsch durch. In der Site-Datei muss
`proxy_set_header Host $http_host;` stehen -- **nicht** `$host`, das verwirft
den Port.
**Statische Dateien fehlen, die Oberflaeche ist unformatiert.**
**Statische Dateien fehlen, die Oberfläche ist unformatiert.**
```bash
grep alias /etc/nginx/sites-available/tesm
ls /srv/tesm/static /srv/tesm/static-core
```
Beide `alias`-Pfade muessen in das Installationsverzeichnis zeigen.
Beide `alias`-Pfade müssen in das Installationsverzeichnis zeigen.
**Zwei Instanzen stoeren sich.**
**Zwei Instanzen stören sich.**
`SITE_KEY` in beiden `/etc/tesm/*.env` vergleichen -- er muss sich
unterscheiden. Sonst teilen sich beide nginx-Site und Sitzungscookie.
**Die Wartung meldet "Der SSH-Host-Schluessel ist unbekannt".**
**Die Wartung meldet "Der SSH-Host-Schlüssel ist unbekannt".**
Kein Fehler, sondern die Absicht: ein Hintergrundauftrag darf keinen fremden
Schluessel akzeptieren. Die Freigabe erfolgt von Hand, in zwei Schritten, auf
der Detailseite des Geraets (*Clients -> Geraet -> SSH-Host-Schluessel*):
erst **Auslesen**, dann den Fingerprint mit einer unabhaengigen Quelle
vergleichen, dann **Freigeben**. Die Wartungsuebersicht zeigt in einer eigenen
Spalte, fuer welche Geraete das noch offen ist. Fuer Switche liegt dieselbe
Schlüssel akzeptieren. Die Freigabe erfolgt von Hand, in zwei Schritten, auf
der Detailseite des Geräts (*Clients -> Gerät -> SSH-Host-Schlüssel*):
erst **Auslesen**, dann den Fingerprint mit einer unabhängigen Quelle
vergleichen, dann **Freigeben**. Die Wartungsübersicht zeigt in einer eigenen
Spalte, für welche Geräte das noch offen ist. Für Switche liegt dieselbe
Freigabe auf der Switch-Detailseite.
Der Schluessel wird nach **IP und Port** gespeichert, nicht nach Name -- TESM
verbindet sich immer ueber die hinterlegte IP-Adresse. Aendert sich die IP
eines Geraets, ist der Schluessel erneut freizugeben.
Der Schlüssel wird nach **IP und Port** gespeichert, nicht nach Name -- TESM
verbindet sich immer über die hinterlegte IP-Adresse. Ändert sich die IP
eines Geräts, ist der Schlüssel erneut freizugeben.
**Die Pruefkette des Aenderungsprotokolls ist gebrochen.**
**Die Prüfkette des Änderungsprotokolls ist gebrochen.**
Unter *Diagnose* sichtbar. Das Protokoll ist verkettet gehasht; ein Bruch heisst,
dass jemand direkt in die Datenbank geschrieben hat. Der Eintrag, ab dem es
nicht mehr stimmt, wird genannt.
---
## 9. Zurueck auf eine aeltere Version
## 9. Zurück auf eine ältere Version
```bash
sudo systemctl stop tesm
@@ -290,6 +290,6 @@ sudo cp -a /srv/tesm-backup-<zeitstempel> /srv/tesm
sudo systemctl start tesm
```
Schema-Migrationen laufen nur vorwaerts. Ein Ruecksprung ueber eine
Schema-Aenderung hinweg braucht deshalb auch die Datenbank aus der Sicherung --
Schema-Migrationen laufen nur vorwärts. Ein Rücksprung über eine
Schema-Änderung hinweg braucht deshalb auch die Datenbank aus der Sicherung --
genau das liegt im Backup-Verzeichnis.
+56 -56
View File
@@ -1,6 +1,6 @@
# Sicherheit
Was geschuetzt wird, womit, und wo bewusst Grenzen gezogen sind.
Was geschützt wird, womit, und wo bewusst Grenzen gezogen sind.
---
@@ -9,35 +9,35 @@ Was geschuetzt wird, womit, und wo bewusst Grenzen gezogen sind.
| | |
|---|---|
| Speicherung | Argon2id (argon2-cffi) |
| Altbestand | bcrypt wird noch geprueft und bei der naechsten erfolgreichen Anmeldung stillschweigend auf Argon2id umgestellt |
| Zweiter Faktor | TOTP, optional erzwingbar fuer Administratoren |
| Altbestand | bcrypt wird noch geprüft und bei der nächsten erfolgreichen Anmeldung stillschweigend auf Argon2id umgestellt |
| Zweiter Faktor | TOTP, optional erzwingbar für Administratoren |
| Sperre je Konto | nach `LOGIN_MAX_ATTEMPTS` Versuchen |
| Sperre je Adresse | zusaetzlich `LOGIN_MAX_ATTEMPTS_PER_IP` -- sonst laesst sich die Kontosperre umgehen, indem man viele Konten je einmal probiert |
| Verzeichnisdienst | LDAP nur ueber TLS, Zertifikat wird geprueft. Ohne gueltiges Zertifikat keine Anmeldung -- kein Schalter, der das abschaltet |
| Sperre je Adresse | zusätzlich `LOGIN_MAX_ATTEMPTS_PER_IP` -- sonst lässt sich die Kontosperre umgehen, indem man viele Konten je einmal probiert |
| Verzeichnisdienst | LDAP nur über TLS, Zertifikat wird geprüft. Ohne gültiges Zertifikat keine Anmeldung -- kein Schalter, der das abschaltet |
Nach einer Anmeldung wird die Sitzungskennung neu vergeben (gegen Session
Fixation) und das CSRF-Token gewechselt.
### Erneute Bestaetigung ("sudo-Modus")
### Erneute Bestätigung ("sudo-Modus")
Alles, was Geheimnisse offenlegt oder Daten aus dem System heraustraegt,
Alles, was Geheimnisse offenlegt oder Daten aus dem System herausträgt,
verlangt eine frische Passworteingabe: Klartextanzeige von Zugangsdaten,
Ausfuhr, Herunterladen eines Lizenzbundles, Schluesselrotation,
2FA-Aenderungen, Deaktivierung einer Lizenz.
Ausfuhr, Herunterladen eines Lizenzbundles, Schlüsselrotation,
2FA-Änderungen, Deaktivierung einer Lizenz.
Ein uebernommenes Sitzungscookie allein reicht dafuer nicht.
Ein übernommenes Sitzungscookie allein reicht dafür nicht.
---
## 2. Sitzungen
Serverseitig in SQLite, nicht im Cookie. Das Cookie traegt nur eine
Serverseitig in SQLite, nicht im Cookie. Das Cookie trägt nur eine
Zufallskennung.
* `HttpOnly`, `SameSite=Lax`, `Secure` sobald HTTPS eingerichtet ist
* Leerlaufzeit **und** absolute Hoechstdauer
* Der Cookiename enthaelt den `SITE_KEY` -- zwei Installationen auf einem Host
koennen sich die Sitzung nicht gegenseitig ueberschreiben (Cookies
* Leerlaufzeit **und** absolute Höchstdauer
* Der Cookiename enthält den `SITE_KEY` -- zwei Installationen auf einem Host
können sich die Sitzung nicht gegenseitig überschreiben (Cookies
unterscheiden keine Ports)
* Aktive Sitzungen sind einsehbar und einzeln beendbar
@@ -45,22 +45,22 @@ Zufallskennung.
## 3. CSRF
Drei voneinander unabhaengige Schichten:
Drei voneinander unabhängige Schichten:
1. `SameSite=Lax` am Sitzungscookie.
2. Ein Token je Sitzung, in jedem Formular, in konstanter Zeit verglichen.
3. Origin-/Referer-Pruefung gegen den Host der Anfrage.
3. Origin-/Referer-Prüfung gegen den Host der Anfrage.
Die dritte Schicht akzeptiert den Host mit und ohne Port sowie die
Standardports -- **nicht** aber beliebige Ports: ein anderer Dienst auf
demselben Rechner ist ein anderer Ursprung.
Der Vorgaenger hatte gar keinen CSRF-Schutz. Eine praeparierte Seite konnte im
Namen eines angemeldeten Administrators Geraete loeschen oder Benutzer anlegen.
Der Vorgänger hatte gar keinen CSRF-Schutz. Eine präparierte Seite konnte im
Namen eines angemeldeten Administrators Geräte löschen oder Benutzer anlegen.
Ausnahmen (`@csrf.exempt`) gibt es nur fuer Maschinenschnittstellen, die sich
**nicht** ueber Cookies autorisieren. Eine cookie-autorisierte Route ohne
CSRF-Schutz waere eine Luecke.
Ausnahmen (`@csrf.exempt`) gibt es nur für Maschinenschnittstellen, die sich
**nicht** über Cookies autorisieren. Eine cookie-autorisierte Route ohne
CSRF-Schutz wäre eine Lücke.
---
@@ -69,75 +69,75 @@ CSRF-Schutz waere eine Luecke.
Bei jeder Antwort:
* `Content-Security-Policy` mit einem Nonce je Anfrage. **Kein**
`unsafe-inline` fuer Skripte -- deshalb gibt es im ganzen Projekt kein
Inline-Script ohne Nonce, und JavaScript haengt ueber
`unsafe-inline` für Skripte -- deshalb gibt es im ganzen Projekt kein
Inline-Script ohne Nonce, und JavaScript hängt über
`data-behavior`-Attribute am DOM. `style-src` erlaubt `unsafe-inline`, weil
einzelne berechnete Breiten (Fortschrittsbalken) als Style-Attribut gesetzt
werden; Style-Attribute fuehren keinen Code aus.
werden; Style-Attribute führen keinen Code aus.
* `X-Content-Type-Options: nosniff`
* `X-Frame-Options: DENY`, `frame-ancestors 'none'`
* `Referrer-Policy: same-origin`
* `Permissions-Policy` -- Kamera, Mikrofon, Ort, Zahlung, USB abgeschaltet
* `Cross-Origin-Opener-Policy`, `Cross-Origin-Resource-Policy`
* `Strict-Transport-Security` nur, wenn TLS tatsaechlich terminiert wird
* `Strict-Transport-Security` nur, wenn TLS tatsächlich terminiert wird
> HSTS gehoert **nicht** zu einem selbstsignierten Zertifikat. Der Browser
> merkt sich die Vorgabe monatelang; die Warnung laesst sich danach nicht mehr
> HSTS gehört **nicht** zu einem selbstsignierten Zertifikat. Der Browser
> merkt sich die Vorgabe monatelang; die Warnung lässt sich danach nicht mehr
> wegklicken. `install.sh` setzt HSTS deshalb nur zusammen mit Let's Encrypt.
---
## 5. Geheimnisse im Ruhezustand
Ein Schluesselspeicher mit AES-256-GCM (`data/data.keys`, Modus 0600):
Ein Schlüsselspeicher mit AES-256-GCM (`data/data.keys`, Modus 0600):
* Versionierte Schluessel, rotierbar. Chiffrate tragen ihre Schluesselkennung
* Versionierte Schlüssel, rotierbar. Chiffrate tragen ihre Schlüsselkennung
(`v1.<id>.<nonce>.<ct>`) und bleiben nach einer Rotation lesbar.
* Der Verwendungszweck geht als AAD in die Verschluesselung ein. Ein Chiffrat
aus einem Kontext laesst sich in einem anderen nicht entschluesseln.
* Beim Start wird geprueft, ob die Rechte auf Schluessel- und Lizenzdateien
* Der Verwendungszweck geht als AAD in die Verschlüsselung ein. Ein Chiffrat
aus einem Kontext lässt sich in einem anderen nicht entschlüsseln.
* Beim Start wird geprüft, ob die Rechte auf Schlüssel- und Lizenzdateien
noch stimmen; Abweichungen erscheinen unter *Diagnose*.
Passwoerter fuer Mounts gehen ueber `stdin` an den privilegierten Helfer, der
Passwörter für Mounts gehen über `stdin` an den privilegierten Helfer, der
sie in eine 0600-Datei schreibt -- nie als Kommandozeilenargument (Prozessliste)
und nie ueber die Umgebung (`/proc/<pid>/environ`).
und nie über die Umgebung (`/proc/<pid>/environ`).
---
## 6. Rechtetrennung auf dem Host
Der Webprozess laeuft als `tesm` bzw. `tesm-license`. Root-Aktionen gehen durch
Der Webprozess läuft als `tesm` bzw. `tesm-license`. Root-Aktionen gehen durch
genau einen allowlisted Helfer (`/usr/local/lib/tesm/tesm-helper`), der per
sudoers ausschliesslich fuer diesen Pfad freigegeben ist.
sudoers ausschliesslich für diesen Pfad freigegeben ist.
Regeln, die im Repository durch Tests erzwungen werden:
* Jedes Verb, das die Anwendung kennt, existiert im Helfer.
* Kein `eval`, kein `bash -c`, kein `sh -c`.
* Jede Pfadpruefung weist `..` ab -- sonst laesst sich eine Positivliste ueber
* Jede Pfadprüfung weist `..` ab -- sonst lässt sich eine Positivliste über
den Basisnamen unterlaufen (`/etc/nginx/sites-available/../../../root/x` hat
den zulaessigen Basisnamen `x`).
den zulässigen Basisnamen `x`).
* Der Instanzname ist auf `tesm[-<instanz>]` begrenzt; er landet in Pfaden.
* Keine sudoers-Regel ausser der einen. `NOPASSWD: ALL` gibt es nicht.
Die systemd-Units haben `NoNewPrivileges=yes`, `ProtectSystem=strict`,
`PrivateTmp=yes` und eine enge `RestrictAddressFamilies`-Liste.
Der Vorgaenger liess die komplette Flask-Anwendung als root laufen. Eine
einzige Luecke in irgendeinem Pfad haette den Host bedeutet.
Der Vorgänger liess die komplette Flask-Anwendung als root laufen. Eine
einzige Lücke in irgendeinem Pfad hätte den Host bedeutet.
---
## 7. Aenderungsprotokoll
## 7. Änderungsprotokoll
Verkettet gehasht: jeder Eintrag enthaelt den Hash seines Vorgaengers. Ein
nachtraegliches Aendern oder Loeschen faellt auf und wird unter *Diagnose*
Verkettet gehasht: jeder Eintrag enthält den Hash seines Vorgängers. Ein
nachträgliches Ändern oder Löschen fällt auf und wird unter *Diagnose*
angezeigt, mitsamt dem Eintrag, ab dem die Kette bricht.
Protokolliert wird, wer was wann von welcher Adresse getan hat -- ausdruecklich
Protokolliert wird, wer was wann von welcher Adresse getan hat -- ausdrücklich
auch Lesezugriffe auf Geheimnisse (`credential.secret_revealed`).
Aeltere Tage wandern in JSONL-Archive und lassen sich als ZIP herunterladen.
Ältere Tage wandern in JSONL-Archive und lassen sich als ZIP herunterladen.
---
@@ -145,20 +145,20 @@ Aeltere Tage wandern in JSONL-Archive und lassen sich als ZIP herunterladen.
Siehe [ARCHITEKTUR.md](ARCHITEKTUR.md), Abschnitt Lizenzierung. Kurz:
getrennte Signaturkontexte, kanonisches JSON, Nonce gegen Wiedereinspielung,
Frischefenster, `seq` gegen Rueckstufung, Antwort an die Anfrage gebunden,
Frischefenster, `seq` gegen Rückstufung, Antwort an die Anfrage gebunden,
Aussteller-Pinning.
Das Auslieferungsbundle enthaelt den privaten Clientschluessel und ist damit
Das Auslieferungsbundle enthält den privaten Clientschlüssel und ist damit
selbst ein Geheimnis: eigenes Recht (`licenses.export`), frische
Passwortbestaetigung, `Cache-Control: no-store`, Eintrag im Zustell- und im
Aenderungsprotokoll.
Passwortbestätigung, `Cache-Control: no-store`, Eintrag im Zustell- und im
Änderungsprotokoll.
---
## 9. Ein- und Ausfuhr
Verschluesselte Umschlaege (Argon2id-Ableitung + AES-256-GCM) mit einem selbst
gewaehlten Kennwort. Der Import zeigt eine Vorschau, bevor etwas geschrieben
Verschlüsselte Umschläge (Argon2id-Ableitung + AES-256-GCM) mit einem selbst
gewählten Kennwort. Der Import zeigt eine Vorschau, bevor etwas geschrieben
wird; die Vorschau liegt in der Datenbank, nicht im Prozessspeicher -- deshalb
braucht der Dienst kein `--workers 1` mehr.
@@ -166,11 +166,11 @@ braucht der Dienst kein `--workers 1` mehr.
## 10. Bewusst nicht getan
* **Kein Schalter, der die LDAP-Zertifikatspruefung abschaltet.** Wer ihn
* **Kein Schalter, der die LDAP-Zertifikatsprüfung abschaltet.** Wer ihn
einmal setzt, setzt ihn dauerhaft.
* **Kein CSRF-Freibrief fuer cookie-autorisierte Routen.**
* **Kein `unsafe-inline` fuer Skripte**, auch nicht "voruebergehend".
* **Keine Rechteausweitung**, auch nicht fuer Administratoren untereinander.
* **Kein CSRF-Freibrief für cookie-autorisierte Routen.**
* **Kein `unsafe-inline` für Skripte**, auch nicht "vorübergehend".
* **Keine Rechteausweitung**, auch nicht für Administratoren untereinander.
* **Kein Hostname im Lizenz-Fingerabdruck** -- Umbenennen darf die Bindung
nicht brechen.
* **Keine von Hand gepflegte nginx-Site.** Sie wird immer neu erzeugt.
@@ -179,5 +179,5 @@ braucht der Dienst kein `--workers 1` mehr.
## 11. Wenn Sie eine Schwachstelle finden
Bitte nicht oeffentlich melden. Wenden Sie sich an die im Anbieterprofil des
Bitte nicht öffentlich melden. Wenden Sie sich an die im Anbieterprofil des
Lizenzservers hinterlegte Adresse.