TESM 2.0.0 -- Neubau
Vollstaendiger Neubau der Anwendung. Der vorherige Stand bleibt unveraendert im Zweig SONNET5 erhalten. Aufbau: apps/tesm (Anwendung), packages/tesm-core (gemeinsamer Kern), packages/tesm-licensing (Lizenzprotokoll), deploy (Installation, systemd, privilegierter Helfer), docs, tests. Der Lizenzserver liegt in seinem eigenen Repository; beide Repositorien bringen die gemeinsamen Pakete mit, damit sich jedes allein installieren laesst. Die wichtigsten Unterschiede zum Vorgaenger, jeweils an der Stelle im Code kommentiert, an der der Fehler entstanden ist: * Der Webprozess laeuft unprivilegiert. Alles, was Root braucht, geht ueber einen einzigen Helfer mit Positivlisten fuer jedes Argument. * CSRF-Schutz ueberhaupt -- der Vorgaenger hatte keinen. * Rechte werden serverseitig geprueft, nicht nur im Template ausgeblendet. * Die nginx-Site wird bei jedem Lauf inhaltlich verglichen und erneuert. * Jede erzeugte Konfiguration wird vor dem Uebernehmen geprueft (nginx, Kea). * Kein Hostname im Lizenz-Fingerabdruck. * Zwei Installationen auf einem Host stoeren sich nicht (eigener SITE_KEY). * Verschachtelte Datenbankverbindungen sind ein Fehler, kein Deadlock. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
+295
@@ -0,0 +1,295 @@
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# Betrieb
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Dieses Dokument richtet sich an die Person, die die Anlage installiert,
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aktualisiert und im Fehlerfall wieder zum Laufen bringt. Es beschreibt, was auf
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dem Host tatsaechlich passiert -- nicht, wie die Oberflaeche bedient wird.
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## 1. Was wo liegt
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| Zweck | Pfad |
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|---|---|
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| Anwendung (Code, venv, statische Dateien) | `/srv/<name>/` |
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| Instanzdaten (Datenbank, Schluessel, Lizenz) | `/srv/<name>/data/` |
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| Protokolle | `/var/log/<name>/` |
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| Umgebungsdatei | `/etc/tesm/<name>.env` |
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| Zertifikate (selbstsigniert) | `/etc/tesm/certs/<name>/` |
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| nginx-Site | `/etc/nginx/sites-available/<name>` |
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| systemd-Unit | `/etc/systemd/system/<name>.service` |
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| Privilegierter Helfer | `/usr/local/lib/tesm/tesm-helper` |
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| Verwaltungswerkzeug | `/usr/local/bin/<name>-admin` |
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`<name>` ist `tesm` bzw. `tesm-license` -- oder, bei einer zusaetzlichen
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Instanz, `tesm-<instanz>`. Dieser Name (der **SITE_KEY**) benennt alles, was
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ausserhalb von `/srv/<name>` liegt. Deshalb koennen zwei Installationen
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derselben Anwendung nebeneinander laufen, ohne sich gegenseitig die
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nginx-Site, die netplan-Datei oder das Sitzungscookie zu ueberschreiben.
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Alles, was ein Mensch verlieren wuerde, liegt unter `data/`. Das Verzeichnis
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wird von `install.sh` nie angefasst.
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## 2. Installation
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```bash
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sudo bash deploy/install.sh --app tesm
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sudo bash deploy/install.sh --app tesm-license
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```
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Wichtige Optionen:
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| Option | Wirkung |
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|---|---|
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| `--https` | Port 443 mit TLS, Port 80 leitet dorthin um. Ohne `--domain` entsteht ein selbstsigniertes Zertifikat. |
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| `--domain <name>` | Oeffentlicher Name. Setzt `server_name`; die Site ist dann **nicht** mehr die Vorgabe-Site. |
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| `--acme-email <a>` | Erst zusammen mit `--domain` wird ein Let's-Encrypt-Zertifikat angefordert (und HSTS gesetzt). Ohne die Adresse bleibt es selbstsigniert -- interne Namen wie `lizenz.firma.local` kann keine CA bestaetigen. |
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| `--instance <name>` | Zusaetzliche Instanz neben der Hauptinstallation. |
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| `--port` / `--http-port` / `--https-port` | Abweichende Ports (nur fuer Testinstanzen sinnvoll). |
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| `--skip-packages` | Keine Systempakete installieren. |
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Danach:
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```bash
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sudo -u tesm tesm-admin create-admin
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```
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Beim Lizenzserver zusaetzlich, **in dieser Reihenfolge**:
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```bash
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sudo -u tesm-license tesm-license-admin init-key # Signaturschluessel -- sofort sichern!
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sudo -u tesm-license tesm-license-admin bootstrap # eigene Master-Lizenz
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sudo -u tesm-license tesm-license-admin create-admin
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```
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> **Der Signaturschluessel ist nicht wiederherstellbar.** Geht
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> `data/master_signing_key.json` verloren, ist keine ausgestellte Lizenz mehr
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> pruefbar. Sichern Sie ihn getrennt vom Server.
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### Zwei Anwendungen auf einem Host
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Beide wollen Port 80 und 443. nginx unterscheidet sie am Namen:
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```bash
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sudo bash deploy/install.sh --app tesm --https
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sudo bash deploy/install.sh --app tesm-license --https --domain lizenz.firma.local
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```
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Die Installation **ohne** Domain wird zur Vorgabe-Site (`default_server`) und
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beantwortet alles, was zu keinem Namen passt. Zwei namenlose Sites auf
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demselben Port weist nginx ab -- richtig so, und beim Uebernehmen sofort
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sichtbar.
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## 3. Aktualisierung
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```bash
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sudo bash deploy/install.sh --app tesm
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```
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Derselbe Befehl. Das Skript erkennt an der vorhandenen Datenbank, dass es eine
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Aktualisierung ist, und tut dann zusaetzlich:
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1. **Vollstaendige Sicherung** nach `/srv/<name>-backup-<zeitstempel>` --
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unabhaengig davon, ob sich das Schema geaendert hat.
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2. Dateiabgleich; `data/` bleibt unangetastet.
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3. Schema-Migrationen beim Start (versioniert, mit Pruefsumme).
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4. **Gesundheitspruefung.** Antwortet die Anwendung nicht, wird der alte Stand
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automatisch zurueckgeholt; die fehlgeschlagene Version bleibt unter
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`/srv/<name>-failed-<zeitstempel>` zur Analyse liegen.
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Eine bereits eingerichtete HTTPS-Konfiguration bleibt erhalten, auch ohne
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`--https`.
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## 4. HTTPS
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Der Zielzustand ist immer: **Port 443 mit TLS, Port 80 leitet um, ausser dem
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ACME-Pfad.**
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Drei Wege dorthin:
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**a) Bei der Installation** -- siehe oben, `--https`.
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**b) Nachtraeglich ueber die Kommandozeile:**
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```bash
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sudo -u tesm tesm-admin web-setup --https --self-signed --apply
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sudo -u tesm tesm-admin web-setup --https --domain tesm.firma.de \
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--acme --acme-email it@firma.de --hsts --apply
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```
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`--print-config` zeigt die Datei, ohne etwas zu schreiben.
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**c) In der Oberflaeche** unter *Einstellungen -> Webserver und TLS*.
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Danach muss `COOKIE_SECURE` in `/etc/tesm/<name>.env` auf `1` stehen (alle drei
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Wege erledigen das selbst) und der Dienst neu gestartet werden.
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### Die Site-Datei wird immer neu erzeugt
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Sie ist **kein** Ort fuer Handarbeit. Jede Uebernahme schreibt sie vollstaendig
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aus der Vorlage neu. Was frueher von Hand hineingeschrieben wurde -- Domain,
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Ports, Zertifikatspfade, HSTS, Upload-Grenze -- ist heute Einstellung in der
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Anwendung.
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Der Grund steht im Vorgaengerprojekt: dort wurde die Datei nur angelegt, wenn
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sie fehlte. Ein einmal falscher `alias`-Pfad ueberlebte dadurch jahrelang jedes
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Update, und die Oberflaeche kam die ganze Zeit ohne Design.
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### Selbstsigniert oder Let's Encrypt?
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* **Oeffentlich erreichbar, echter DNS-Name:** Let's Encrypt. Nur dann ist HSTS
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sinnvoll.
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* **Geschlossenes Netz:** selbstsigniert. Browser zeigen eine Warnung, die
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Verbindung ist trotzdem verschluesselt und das Sitzungscookie darf `Secure`
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tragen. **HSTS hier nicht einschalten** -- der Browser merkt sich die Vorgabe
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monatelang und die Warnung laesst sich dann nicht mehr wegklicken.
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Die Erneuerung von Let's Encrypt laeuft ueber `certbot certonly --webroot`
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(bewusst nicht ueber das nginx-Plugin, das die erzeugte Site umschreiben
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wuerde). Der ACME-Pfad bleibt auch bei aktiver Umleitung erreichbar.
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## 5. Dienste
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```bash
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systemctl status tesm.service # Weboberflaeche (gunicorn)
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systemctl status tesm-monitor.service # Ueberwachungsschleife (nur TESM)
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systemctl status tesm-license.service
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journalctl -u tesm -n 100 -f
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```
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Die Units laufen unprivilegiert (`User=tesm`) mit
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`NoNewPrivileges`, `ProtectSystem=strict`, `PrivateTmp` und einer engen
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`RestrictAddressFamilies`-Liste. Schreibrechte gibt es nur auf `/srv/<name>/data`
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und `/var/log/<name>`.
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## 6. Root-Rechte
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Die Anwendung hat keine. Alles, was Root braucht, geht durch **einen** Pfad:
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```
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/usr/local/lib/tesm/tesm-helper <verb> [argumente]
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```
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Der Helfer gehoert `root`, ist per sudoers ausschliesslich fuer genau diesen
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Pfad mit `NOPASSWD` freigegeben und prueft jedes Argument gegen eine
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Positivliste. Er reicht nie etwas an eine Shell weiter (kein `eval`, kein
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`sh -c`).
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Verben ansehen:
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```bash
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sudo /usr/local/lib/tesm/tesm-helper
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grep -n ')$' /usr/local/lib/tesm/tesm-helper
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```
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Regel fuer Aenderungen: **Jedes neue Verb braucht eine Argumentpruefung.**
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`tests/test_repo_hygiene.py` erzwingt, dass jedes der Anwendung bekannte Verb
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im Helfer vorkommt und dass jede Pfadpruefung `..` abweist.
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## 7. Sicherung und Wiederherstellung
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In der Oberflaeche unter *Sicherung* -- verschluesselte Ausfuhr (Argon2id +
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AES-256-GCM) mit einem selbst gewaehlten Kennwort. Der Import zeigt zuerst eine
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Vorschau, bevor irgendetwas geschrieben wird.
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Auf dem Host reicht:
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```bash
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sudo systemctl stop tesm
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sudo tar -czf /root/tesm-data-$(date +%F).tar.gz -C /srv/tesm data
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sudo systemctl start tesm
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```
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Unverzichtbar:
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* `data/app.db` -- alle Daten
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* `data/secret.key` -- ohne sie sind alle Sitzungen ungueltig
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* `data/data.keys` -- ohne sie sind **alle gespeicherten Geheimnisse verloren**
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* `data/license.json` und `data/license_key.json`
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* Lizenzserver zusaetzlich: `data/master_signing_key.json`
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## 8. Wenn etwas nicht geht
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**Die Anwendung antwortet nicht.**
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```bash
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journalctl -u tesm -n 200 --no-pager
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curl -s http://127.0.0.1:5000/gesundheit
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```
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Antwortet gunicorn, aber der Browser nicht, liegt es an nginx.
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**nginx laesst sich nicht neu laden.**
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```bash
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sudo nginx -t
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```
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Die Uebernahme aus der Anwendung nimmt eine abgelehnte Konfiguration selbst
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zurueck. Eine von Hand bearbeitete Datei tut das nicht -- in dem Fall hilft
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`install.sh`, das eine unbrauchbare Site durch die Vorlage ersetzt.
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**Anmeldung schlaegt ohne Fehlermeldung fehl.**
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Fast immer `COOKIE_SECURE=1` ohne HTTPS. Der Browser bekommt dann ein Cookie,
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das er ueber HTTP nie zuruecksendet.
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```bash
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grep COOKIE_SECURE /etc/tesm/tesm.env
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```
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**"Die Anfrage kam von einer fremden Herkunft (Origin/Referer)."**
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Der Reverse Proxy reicht den Host falsch durch. In der Site-Datei muss
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`proxy_set_header Host $http_host;` stehen -- **nicht** `$host`, das verwirft
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den Port.
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**Statische Dateien fehlen, die Oberflaeche ist unformatiert.**
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```bash
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grep alias /etc/nginx/sites-available/tesm
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ls /srv/tesm/static /srv/tesm/static-core
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```
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Beide `alias`-Pfade muessen in das Installationsverzeichnis zeigen.
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**Zwei Instanzen stoeren sich.**
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`SITE_KEY` in beiden `/etc/tesm/*.env` vergleichen -- er muss sich
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unterscheiden. Sonst teilen sich beide nginx-Site und Sitzungscookie.
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**Die Wartung meldet "Der SSH-Host-Schluessel ist unbekannt".**
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Kein Fehler, sondern die Absicht: ein Hintergrundauftrag darf keinen fremden
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Schluessel akzeptieren. Die Freigabe erfolgt von Hand, in zwei Schritten, auf
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der Detailseite des Geraets (*Clients -> Geraet -> SSH-Host-Schluessel*):
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erst **Auslesen**, dann den Fingerprint mit einer unabhaengigen Quelle
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vergleichen, dann **Freigeben**. Die Wartungsuebersicht zeigt in einer eigenen
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Spalte, fuer welche Geraete das noch offen ist. Fuer Switche liegt dieselbe
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Freigabe auf der Switch-Detailseite.
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Der Schluessel wird nach **IP und Port** gespeichert, nicht nach Name -- TESM
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verbindet sich immer ueber die hinterlegte IP-Adresse. Aendert sich die IP
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eines Geraets, ist der Schluessel erneut freizugeben.
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**Die Pruefkette des Aenderungsprotokolls ist gebrochen.**
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Unter *Diagnose* sichtbar. Das Protokoll ist verkettet gehasht; ein Bruch heisst,
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dass jemand direkt in die Datenbank geschrieben hat. Der Eintrag, ab dem es
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nicht mehr stimmt, wird genannt.
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## 9. Zurueck auf eine aeltere Version
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```bash
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sudo systemctl stop tesm
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sudo mv /srv/tesm /srv/tesm-kaputt
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sudo cp -a /srv/tesm-backup-<zeitstempel> /srv/tesm
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sudo systemctl start tesm
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```
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Schema-Migrationen laufen nur vorwaerts. Ein Ruecksprung ueber eine
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Schema-Aenderung hinweg braucht deshalb auch die Datenbank aus der Sicherung --
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genau das liegt im Backup-Verzeichnis.
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